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NJI_27 - Abschlussprüfung - Baccalarius
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Stáhnout celý tento materiálDie älteste deutsche Literatur (13. – 16. Jahrhundert)
Bis 600
Obecně germánské období (Edda, Wulfila)
700 – 1050
Althochdeutsche Literatur (Muspilli, Heliand, Hildebrandslied, Merseburger Zaubersprüche)
1050-1350: Aufschwung des Rittertums
Seit der Mitte des 12. Jahrhundets wächst die Rolle der Ritterschaft, sie übernimmt die literarische Rolle des Klerus. Sie pflegt:
Minnesang – beeinflusst von dem Gesang der Troubadours, ebenso Lyrik; Bietmar von Aist (Frauenhuldigung)
Spruchdichtung – Art volkstümlicher Lyrik, gepflegt von der Bürgerschaft: Lop- und Scheltlieder, liebhafte Sprüche, Fabeln, Parabeln, Sprichwörter. Spervogel – Sammlung volkstümlich-spielmänischer Sprüche aus dem 12. Jh.
höfische Epen – Leitmotiv: Minne, Ehre. Stoff geschöpft aus den französischen Quellen
Heldenepen
Ritterliche Epik
Hartmann von Aue
(1170-1210/1220)
Der erste Dichter, der bretonische Sagerstoffe den Deutschen zuführte, er schilderte das höfische Leben in idealer Weise. Er stammt aus einem armen Rittergeschlecht in Schwaben, war Dienstmann der freien Herren von Aue. Als Knabe besuchte er Schule eines grossen Klosters, dort erhielt er tiefe Bildung geistlichen Charakters. Um sich für einen ritterlichen Beruf auszubilden, verliess er mit 15 Jahren die Schule, erlernte ritterliche Beschäftigungen. Reise nach Frankreich – Kenntnis der französischen Sprache und Literatur. (Bedinung ein Ritter zu werden – Minneliederschreiben – Erstes Büchlein.)
Werk: Er führte Arthusroman in die deutsche Literatur ein. Die Artussage hat geschichtliche Grundlage – Kämpfe der keltischen Briten mit anderen Völkern. Artus soll im 5., 6. Jh. Feldjerr der Briten sein. Im 5.-6. Jh. kam die Artussage nach Bretagne. Im 12. Jh. entwicklung bei Chetin de Troyes: Artushof = Bild alles höfischen Lebens. Artus = Bild des ritterlichen Fürsten, Gattin Ginura = Muster aller ritterlichen Damen. Arthus ehrt die zwölf hervorrägendsten Ritter, sie dürfen an seiner Tafel Platz nehmen.
Erec - Leitmotiv besteht in Frage, ob sich die Pflichten, die die ritterliche Ehe auferlegt, mit Pflichten der Liebe zu seiner Gattin vereinen lassen.
Iwein – Problem zwischen der Liebe und Heldentum
Gregorius auf dem Steine
Der arme Heinrich - gibt sich dem Genusse der irdischen Freuden hin, vergisst Gott. Der legt ihm eine Busse auf. Nach harter Prüfung folgt Selbsterkenntnis, Ergebung in Gottes Willen.
Wolfram von Eschenbach
(um 1170-um 1220)
Pflegte höfische ritterliche Epik; der grösste Dichter des deutschen Mittelalters.
Minnelieder - Wahrheit und Echtheit der Gefühle
Parzival - Epos nach französischer Vorlage; Mischung der Gralsage und Artussage. Parzival stellt die Seelengeschichte des Menschen dar, der sich nach hartem Ringen des Geistes aus dem Wirren des Lebens zu einem echten Menschenglück durchringt.
Willehalm – schildert Ideal des Rittertums. Willehalm ist Verwandter der Karolinger, Herzog von Aquitanien, kämpfte gegen Saarazenen. Ende seines Lebens verbringt er im Kloster
Gottfried von Strassburg
(geb. 1170)
Meister der höfisch-ritterlichen Epik. Von seinem Leben weiss man nichts.
Tristan und Isolde - nicht vollendet. Besingt die frei Liebe. Schildert die mit Zaubergetränk hervorgerufene Liebe Tristans zur Gattin seines Onkels Mark. Ende ist tragisch (Ausnahme in der höfischen Epik)
Minnesang
Walter von der Vogelweide
(um 1170 - um 1230)
Lyriker. Er vereinte Minnesang und Spruchdichtung. Hauptmotiv: Frauendiest, Volkspoesie. Hohe, niedrige Minne. Wirkte auf Wiener Hof, dann zog durch deutsche Länder. 1220 bekam ein Lehen. Er hatte aristokratische Bildung, immer auf Güte fremder Menschen angewiesen, enttäuscht. Er sah das Volk leiden – in Sprüchen. Er wurde zum Lehrer seines Volkes:
klagt über üble Zustände der Welt
schildert Ideal männlicher Festigkeit
ermahnt Jugend
gibt Ratschläge für Erziehung
verurteilt Gier nach Besitz
preist verständnisvolle Masshalten – höchste Tugend
Sanguiniker – rascher Wechsel der Stimmungen
Katholiker
Gefühlspoesie, beschreibt auch körperliche Schönheit
Heldenepos
Das Nibelungenlied (um 1200) – Verbindung einses Mythos mit geschichtlichem Stoff von Untergang des Burgundenreiches.
Král Gunther získá za manželku královnu Brünhild, která si nechce vzít nikoho, kdo by ji v boji nepřemohl; Siegfried obdrží za pomoc, kterou mu poskytl, Guntherovu sestru Kriemhildu. Když se Brünhild později dozví, že jejím skutečným přemožitelem byl Siegfried, nechá ho s pomocí Hagenovou zavraždit. Kriemhild se rozhodne pro pomstu, provdá se za Attilu, pozve k sobě všechny příbuzné a dá je ve velké řeži pobít.
Kudrunepos (um 1250) – entstand unterm Einfluss des Nibelungenliedes. Drei unabhängige Geschichten:
Jugendgeschichte Hagens
Geschichte von Hagens Tochter Hilde
Geschichte Kudruns = Hagens Enkelin
1350-1500: Aufschwung des Bürgertums
Nach dem Untergang der Staufer – Zerplitterung Deutschen Reiches. Fürsten – Souverenität. Städte – Autonomie (Verfassung, Rat, Bürgermeister). Die Rolle der Ritter übernahmen Bürger.
um 1400 – Ackermann aus Böhmen – Johannes von Saaz (Rektor einer Lateinschule, starb in Prag) – Gespräch des Eckermanns mit dem Tod = Streit des Humanismus mit Mittelalter
Volkslieder
Schwänke (nach Vorbild des fabliaux), Fabeln, Parodien "Reinke de Vos"
Humanismus in den deutschen Ländern (1500-1600)
Die Begriffe, erst seit dem 19. Jahrhundert geläufig, werden oft in demselben Zusammenhang, zum Teil sogar gleichbedeutend gebraucht. Im allgemeinen denkt man bei Humanismus an die philosophischen, philologischen und literarischen Äu(erungen dieser Epoche, bei Renaissance teilweise nur an die Kunst der Zeit, teilweilse an eine den Humanismus mit umfassende Strömung der Kultur- und Geistesgeschichte.
Beide Bewegungen entstanden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Italien. Von Italien strahlten sie im 15. Und 16. Jahrhundert auf Europa aus. Kennzeichnend für den deutschen Humanismus war auch eine betont „nationale“ Haltung, die den Wert der eigenen Vergangenheit hervorhob (z.b. wurde Tacitus´ Germania wiederentdeckt. ).
Der wohl berühmteste Humanist zur Zeit der Reformation, Erasmus von Rotterdam, setzte sich zwar für eine Erneuerung des Christentums ein, doch die Radikalität der lutherischen Lehre lehnte er ab.
Humanismus kam aus Italien. (Karl IV. Beziehung zu Petrarca, kommen italienische Bischöfe mit Beamten, Hochschule in Heidelberg = der erste humanistische Lehrer – Peter Luder).
Der wichtigste Humanist war Erasmus von Rotterdam (1466-1536) – Holländer. Er setzte sich für Erneuerung des Christentums ein, war aber nicht so radikal wie z.B. Luther. Er war auch Philologe (Latein, Griechisch), gab das Neue Testament im Griechischen mit lateinischen Bemerkungen aus.Er wollte wahre Theologie wiederherstellen, beseitigen die Fälschung der mittelalterlichen Theologie durch die klassischen Studien.
Die Reformation
Reformation ist ein Versuch, die Kirche zu "reinigen". Rückkehr zu den wahren christlichen Werten (Luther, Calvin, Zwingli)
fällt zeitlich mit dem Höhepunkt des Humanismus zusammen
an der Spitze der religiösen Bewegung steht Luther
Reformation: deutsche Fürste: versprach Unabhängigkeit von der kaiserlichen Gewalt
: Besitz der Kirchengüter
Luther
Am.10. November 1483 wurde Martin Luther im thüringischen Eisleben geboren. 1505 erwarb Martin in Erfurt den Magistergrad, er trat in das Erfurter Augustiner-Eremitenkloster ein. 1512 Professor an der Universität Wittenberg. Am 31. Oktober 1517 - Protest gegen den Abla(handel des Dominikanermönchs Tetzel = 95 Thesen. Im Oktober 1518 verweigerte sich Luther in Augsburg (vor Kardinal Cajetan) zu widerrufen. Am 18. April 1521 auf dem Reichstag weigerte er erneut den Widerruf. Dann war er in Wartburg tätig, im März 1522 kehrt nach Wittenberg zurück. Zur Neugestaltung von Gottesdienst und Lehre trug Luther selbst entscheidend bei durch seine „Deutsche Messe“ (1526), den Kleinen und Gro(en Katechismus (1529) und die Schaffung des evangelischen Kirchenlieds. Am 18. Februar 1546 starb er in Eisleben.
Werke:95 Thesen vom 31.Oktober 1517 (theologischer Diskussionsbeitrag)
An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung)
Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche (Angriff auf die scholastische Theologie)
Von der Freiheit eines Christenmenschen
Sermon(Predigt) „Von den guten Werken“
Zwingli (1484-1531)
Huldrych (Ulrich) Zwingli wurde am 1. Januar 1484 in Wildhaus geboren. Sein Denken beeinflu(te star der Humanismus.
Von Luther trennte ihn nicht nur Radikalität seiner Ma(nahmen, sondern auch ein tiefgreifender Lehrunterschied. Dennoch bemühten sich beide Seiten um einen Ausgleich, um gegen die katholischen Mächte einen Rückhalt zu finden.
(Werke: Von Erkiesen und Freiheit der Speisen (O volbě a svobodě jídel)
Jean Calvin (1509-1564)
Prädestionationslehre - Auffassung, da( Gott die Menschen nach seinem souveränen, unerforschlichen Ratschlu( zum ewigen Leben oder zur ewigen Verdammnis bestimmt habe. Diese Lehre wurde von den deutschen Lutheranern nicht geteilt.
Ordonnances ecclésiastiques (církevní řád, Kirchenordnung) - die vier Ämter (Prediger, Lehrer, Ältesten (meist Ratsherren) und Diakone sollen eine enge Verbindung von Kirchenleitung und Stadtregierung schaffen.
(Werke: Institutio Christianae Religionis (Naučení o křesťanském náboženství
Literatur:
lateinische, dann deutsches Schuldrama
Volksbücher – Die schöne Megalone, Genoveva, Historia von Dr. Johann Fausten, Till Eulenspiegel
Prosaroman – schliess zuerst an Helden- und Liebesromane an. Georg Wickram – biblische Dramen (Verlorener Sohn), Romane (Der Goldfaden).
religiöse Polemiken – Luther, Erasmus, Zwingli, Melanchton
Meistersang Vom höfischen Minnesang wurde Meistergesang abgeleitet, gepflegt von bürgerlichen Sänger, die sich Meister nannten und zuerst die Poesie als Beruf trieben. (13. Jh.) Im 14., 15. Jh. wurde Meistersang von Handwerkern gepflegt. Inhalt der Lieder: didaktisch, geistlich, persönlich (biblische, dogmatische, mystische, scholastische Fragen, weltliche Dinge, Natur, Astronomie.) Hans Sachs
Hans Sachs
(1494-1576)
Bedeutendster Dichter des 16. Jhs. Geboren in Nürnberg. 8 Jahre in lateinischer Schule. Lehre bei einem Schuhmacher. Er liess sich in die Kunst des Meistergesanges einführen, wurde Meister – konnte Singschule halten. Rückkehr nach Nürnberg, nach der Heirat erlangte er die Meisterwürde (Schuhmacher). Protestant, zur Reformation nimmt er Stellung in Wittemberger Nachtigall.
Werk: Gedichte, Polemiken, Schwänke, Fastnachtspiele.
Er förderte die Bildung des Bürgestandes, erreichte sie durch die Habung des Meistegesanges, widmete sich der Singschule. Themen der Dichtungen: Bibel, alte Stoffen des menschlichen Wissens und Könnens, gesamte damalige Bildung. Seine Lieder sind für die Schule bestimmt, liess sie später drücken: epische Reimreden, dramatische Schauspiele. Seine Sprüche sollten belehren.
Die wichtigsten Strömungen und Genres in der Literatur des 17. Jahrhunderts
Charakterisierung der Epoche
Die Literatur des 17. Jhs. widerspiegelt die politisch-gesellschaftliche und ökonomische Situation jener Zeit, bestimmt durch den dreissigjährigen Krieg, dessen Erlebnis in der Dichtung der Zeit einen erschütternden Ausdruck fand und der für Deutschland verheerendeFolgen hatte. Grosse Teile Deutschlands hatten ausländische Mächte besetzt. Viele Städte waren zerstört und weite Landstriche verwüstet. Die Bevölkerung war verarmt. Die Bauern litten am schwersten unter den Kriegslasten. Handel und Gewerbe in den Städten lagen danieder.
Die literarische Produktion des 17. Jhs. wurde massgeblich von den Fürstenhöfen und ihrer aristokratischen Umgebung bestimmt. Träger dieser Literatur waren neben einigen Adligen und Fürsten in erster Linie gebildete Bürger.
Die Dichter, die sich um neue literarische Inhalte und Ausdrucksformen bemühten, erhielten und übernahmen mannigfache Anregungen von ausländischen Vorbildern, vor allem aus Holland, Frankreich und Italien. Vor allem in Holland, das nach dem Sieg seiner bürgerlichen Revolution eine ökonomische Vormachtstellung in Europa errungen hatte, erwuchs auf humanistischer Traditon ein neues Geistesleben, das durch Männer wie Hugo Grotius, Daniel Heinsius und Joost van den Vondel repräsentiert wurde. Ihre Werke beeinflussten massgeblich das Schaffen der gelehrten deutschen Dichter von Martion Opitz über Andreas Gryphius XE "Gryphius" zu Philipp von Zesen.
Grosse Rolle spielten die Sprachgesellschaften und einzelne Schriftsteller die gegen die Verwilderung, gegen die Überwucherungdes Deutschen durch fremdes Sprachgut und gegen die Missachtung und Verunglimpfung kämpften. Vorbild war die "Accademia della Crusca" in Florenz, deren Ziel darin bestand, im sprachlichen Bereich gleichsam das Mehl von der Kleie (crusca) zu trennen. Zu nennen sind z.B. die "Fruchtbringende Gesellschaft", (gegr. 1617 in Weimar, der hervorragendste Vertreter war Justus Georg Schottel), die "Aufrichtige Gesellschaft von den Tannen" (1633 in Strassburg), die "Teutschgesinnte Genossenschaft (1643 in Hamburg), der "Elbschwanenorden (1660 in Lübeck) und der "Hirten- und Blumenorden an der Pegnitz (1644 in Nürnberg).
Im Gegensatz zum 16. Jh. ist die Literatur des 17. Jhs. eher didaktisch. Das gilt vor allem für die Sprachgesellschaften, 1624 erscheint die erste deutsche Poetik (Opitz).
Von den einzelnen Genres steht an der Spitze Poesie, vor allem Lyrik (Schilderung der Kriegesleiden, persönliche Probleme; Gryphius XE "Gryphius" ). In der zweiten Hälfte des 17. Jhs. tritt in den Vordergrund Schwulst.
Die Prosa wird nicht so viel gelesen, vielleicht nur "Simplizissimus", von den Dramatikern sind Gryphius XE "Gryphius" , Lohenstein und Weise zu nennen.
Martin Opitz (1597-1639) – Buch von der Deutschen Poeterey (1624). Opitz behandelt in den ersten Kapiteln allgemeine Fragen der Dichtung, ihre Herkunft, ihre didaktische Aufgabe, die gesellschaftliche Stellung des Dichters und seine Verantwortung. Im Hauptteil stellt er die Normen auf, an die sich die deutsche Dichtung in Zukunft zu halten habe.
An Hand von Beispielen, die er selbst gedichtet hatte, weist er nach, dass die deutsche Sprache durchaus als Literatursprache geeignet ist. Im Bereich der Metik bricht er mit der mechanischen Silbenzählung (den Knittelversen) des 16. Jhs. und stellt fest, dass der der deutsche Vers auf Grund der Betonungsgesetze der Sprache neben unbedingter Reimreinheit und regelmässigem Wechsel von Hebung und Senkung die Übereinstimmung von Wort- und Verston verlangt – ein Gesetz, das für die deutsche Dichtknust bis heute Gültigkeit behalten hat. Er behandelt verschiedene Versarten, empfiehlt den in Frankreich entstandenen Alexandriner (sexhebiger alternierender Vers, dessen dritte Hebung mit dem Wortende zusammenfält).
Opitz übersetze auch viele ausländische Werke (Sophokles: Antigone, Seneca: Trojanerinnen). Er war kein grosser Dichter, aber ein ausgezeichneter Theoretiker.
Die Entwicklung der Lyrik
Dass die Literatur dieses Zeitraums zum grossen Teil Dichtung für die gesellschaftliche Obeschicht war, zeigt besonders deutlich die neue Kunstlyrik. Ausser den "Hofpoeten", die als bestallte Reimschmiede sogar den skrupellosesten Herrscher beweihräucherten, waren ja auch fast alle anderen Dichter von der Gunst der Fürsten abhängig.
Die zahllosen Gelegenheitsverse, die für jeden nur denkbaren Anlass – Geburt, Hochzeit, Tod usw. – entstanden, haben Opitz und andere als grobe Unsitte und eines begabten Dichters unwürdig verurteilt, obwohl sie selbst diesem Brauch gehuldigt haben. In der übrigen geistlichen und weltlichen Lyrik – Kirchenhymnen, Festspiele, Gesellschaftslieder, Natur- und Liebesgedichte – finden wir eine Fülle formelhafter Wendungen und Schnörkel, gleichartiger poetischer Bilder und Allegorien.
Dagegen gelang es einigen Dichtern, wie Weckherlin, Dach, Fleming, Gryphius XE "Gryphius" , Spee und Gerhardt, sich durch ihr ausgeprägtes Gefühl für die wahren Aufgaben der Dichtung teilweise von diesem Klischee freizumachen und in ihren Versen zu persönlichen Aussagen zu kommen. Sie bemühten sich um eine Verfeinerung der deutschen Dichtersprache, führten neue Motive und Formelemente ein und bereiteten so den Boden, auf dem die moderne Lyrik wachsen konnte.
Georg Rudolf Weckherlin – Oden und Gesänge (1618/19). Weckherlin schrieb für ein gebildetes Publikum, er verband die gelehrte Kunstübung mit einer lebendig-natürlichen Sprache.
Simon Dach (1605-1659)
Paul Fleming (1609-1640) – sein Vorbild war Opitz. D. Paul Flemings Teutsche Poemata (164) – Sonette, Oden, Epigrammen. Diese Gedichte sind Ausdruck echten Erlebens – sind persönliches Bekenntnis. Er drückt immer aus, was ihn und die Menschen seiner Zeit zutiefst bewegt.
Andreas Gryphius XE "Gryphius" (1616-1664) – ein hochbegabter Lyriker. Er schuf viele künstlerisch vollendete Sonette, Oden und Epigramme, die er als Son- undt Feyrtags-Sonnete (1639), Teutsche Reim-Gedichte (1650) und in anderen Sammlungen herausgab. Wie Fleming geht auch er früh von der lateinischen Dichtung zur deutschen über. Während Fleming optimistich war, vereint sich bei Gryphius düstere Schwermut mit dem Bewusstsein von der Vergänglichket und "Eitelkeit" (d.h. Leere) dieser Welt. Er hat das Elend des Dreissigjährigen Krieges am eigenen Leibe verspürt und schildert es in dem Sonett Thränen des vaterlandes anno 1636.
Friedrich Spee (von Langenfeld) (1591-1635) – als einer der ersten rebellierte gegen die grauenhaften Hexenprozesse. Cautio Criminalis… (1631, Vorsicht bei Prozessverfahren!").
Paul Gerhardt (1607-1676)
Die Entwicklung des Dramas
In Italien, England, Holland, Spanien und Frankreich hatte sich die Gelehrtendichtung schon relativ früh mit volkstümlichen Elementen verbunden. Auf dieser Grundlage erwuchs in jenen Ländern im Laufe des 16. und 17. Jhs. ein nationales Drama. In Deutschland kam es nicht dazu, weil Gelehrten- und Volksdichtung völlig getrennte Wege gingen. Dafür entstand hier ein neues gelehrtes Kunstdrama, das um die Mitte des Jahrhunderts unter Andreas Gryphius XE "Gryphius" seinen Höhepunkt erreichte.
Andreas Gryphius XE "Gryphius" (1616-1664) Er schrieb fünf grosse Trauerspiele (Leo Armenius, Catharina von Georgien, Papinian, Carolus Stuardus, Cardenio und Celinde). Die erste vier Dramen eine gemeinsame Grundidee: Die Helden sind passiv, sie sind Märtyrer eines bestimmten ethischen- oder christlichen Glaubensideal, sie müssen untergehen, das sich nach Gryphius´ Meinung in dieser schlechten Welt das gute Prinzip nicht durchsetzen kann. Mit Ausnahme von Cardenio und Celinde gehören alle Hauptpersonen der Hocharistokratie an.
Gryphius XE "Gryphius" ´ Sprache ist feierlich und von echtem Pathos erfüllt. Als Versmass wählt er meist den Alexandriner, bringt aber ofmals auch schon bewegtere Rhythmen. Er wahrt die drei aristotelischen Einheiten der Zeit, der Handlung und weitgehend auch des Ortes und führt den antiken Chor in das deutsche Drama ein.
Lebendig geblieben sind seine drei Lustspiele. Peter Squentz (1658), der sich stark an das Rüpelspiel von Pyramus und Thisbe aus Shakespears "Sommernachtstraum" anlehnt, ist eine derbe Verspottung der über ihren Stand hinausstrebenden und doch ihrer beschränkten Weltanschauung verhafteten Handwerker. Horribilicribrifax (1663), Das verliebte Gespenst (1660).
Die Tragödien sollten belehren, die Lustspiele dagegen unterhalten.
Daniel Casper von Lohenstein (1635-1683) – sein Schaffen stand ganz im Dienste der höfisch-absolutistischen Gesellschat und ihres dekadenten Geschmack. Lohenstein bringt eine Fülle von Stoff, aber keine dramatischen Konflikte.
Christian Weise (1642-1708) knüpfte an das protestantische Schuldrama an. Weises stärkstes Trauerspiel ist der Maseniello (1683). Er zeigt hier sehr realistisch die Ursachen des Volksaufstandes. Weise wollte durch seine Dramen die Schüler zur gebildeten, lebenstüchtigen Menschen und zu "politischen" Staatbürgern erziehen. Er erstrebte eine sachliche, jedermann verständliche Sprache, verbannte den Vert, weil kein Mensch im tägliche Leben gereimt spreche, sondern so, "wie ihm der Schnabel gewachsen ist".
Die Entwicklung des Romans
Mehr noch als die Lyrik und das Drama kam der Roman durch seine vielfältigen Aussagemöglichkeiten den Bedürfnissen der höfischen Gesellschaft entgegen. Diese forderte vom Roman, dass er durch abenteuerreiche Begebenheiten und erhabene Liebesaffären unterhalte, dass er vielseitiges Wissen vermittle und dass er Vorbilder für ihren aristokratischen Lebensstil gebe. Aus England und Frankreich kamen viele derartige Romane, die entweder in der Originalsprache gelesen wurden oder druch Übersetzungen in Deutschland Eingang fanden.
Den weitaus umfangreichsten Teil der Romanproduktion bilden die grossen Staatsromane, die am deutlichsten das Wunschbild der Hofgesellschaft widerspiegeln. Den Anstoss gaben dazu Opitz (Übersetzung der Argenis) und Philipp von Zesen (Übersetzungen französischer Romane. Höhepunkt dieser Gattung ist Lohensteins Grossmütige Feldherr Arminius (1689/90).
Eine Spielart dieser Staatsromane ist der Schäferroman. Die Schäfermode, eine gemeineuropäische Erscheinung der Renaissance, kam Anfang des 17. Jh. nach Deutschland. Aus dem strengen Zeremoniell des Hofes flüchteten die feinen Damen und Herren gern in die Idylle eines ländlichen Lebens. Sie legen sich Schäfernamen zu (z.B. Chloris, Galathea, Daphnis, Seladon), trugen elegante Schäferkostüme und ergingen sich in schwä
Vloženo: 24.04.2009
Velikost: 637,00 kB
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