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NJI_27 - Abschlussprüfung - Baccalarius
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Stáhnout celý tento materiálgen. Die rhythmische Prosa und Formen, die von der klassizistischen Poetik als "niedrig" empfunden worden sind, stehen im Vordergrund (Schäferspiel, Verserzählung, galantes Epos).
Mit seinen Bemühungen um einen formvollendeten, spielerisch leichten Ausdruck unersnster Gedanken wurde Friedrich von Hagedorn (1708-1754) Wegbereiter der anakreontischen und Rokokodichunt. Versuch in poetischen Fabeln und Erzählungen (1738.
Johann Ludwig Gleim (1719-1803) repräsentiert die Hallenser Dichterschule, die sich besonders dem Thema Freundschaft als Ausdruck der Sehnsucht widemte. Sie wollten in eine problemlose Welt fliehen, daneben riefen sie nach fügsamer Zufriedenheit und Genügsamkeit auf. Gleims spätere Lieder für das Volk (1772) wurden durch das rousseauistische Interesse für das einfache Landleben geprägt.
Das Werk Ewald von Kleists (1715-1759) schlägt eine Brücke zwischen der anakreontischen und der Erlebnislyrik. Seine Verse sind viel mehr von Melancholie, Trauer, Unzufriedenheit mit dem Leben durchdrungen, von Empfindungen, die ihn von den Anakreontikern trennten. Heute ist Kleist vor allem als Verfasser des umfangreichen Gedichtes Der Frühling (1749) bekannt, das in Motivik und Komposition an Die Jahreszeiten des Engländers James Thomson anknüpft.
Kleist schildert den Sieg des Frühlings über den Winter, das einfache Leben der Landleute im Gegensatz zu den höfischen Manieren und den Schrecken des Krieges und erinnert die Fürsten an ihre Pflich, für das Wohl ihrer Untertanen zu sorgen.
Ein Meister der Schäferpoesie war Schweizer Dichter und Maler Salomon Geβner (1730-1788). Seine Idyllen spielen sich in der arkadischen galanten Schäferwelt unter sorg- aber auch leblosen Figurinnen ab.
Die Höhepunkt- oder die Lessing-Phase (1750-1780)
Um die Mitte des Jhs. vertiefte sich der Einblick der Aufklärer in die Probleme der Geselllschaft sowie des Individuums. Für die Literatur bedeutete das eine Umwertung des Gedankenguts und der Möglichkeit dessen literarischer Realisierung. In der Literaturtheorie, Dichtung und Kritik wurden neue Wege gesucht.
Die Literaturtheorie näherte sich immer mehr der Ästhetik der Engländer, doch in zahlreichen Diskussionen über Wissenschaft und Kunst klärte sich der nationale Standpunkt. Den Autoren ging es meist nicht mehr um eine allgemeine Kritik der moralischen Mängel und um die Verbesserung der Sitten, sondern um eine unmittelbare Konfrontation der bürgerlichen Tugend mit der Amoralität des höchsten Standes.
Die Ideen Johann Joachim Winckelmanns (1717-1768), des Begründers der klassischen Archäologie und des Autors einer neuen Auffassing der antiken Kunst, beeinflussten die Ästhetik der 60er und der folgenden Jahre auf eine entscheidende. In seiner Geschichte der Kunst der Altertums (1764) untersuchte er die antike Kunst als Widerspiegelung eines harmonischen, abgeklärten Weltbildes.
Nach einem Übermass von unpersönlichen, didaktischen und beschreibenden Gedichten, nach einer vorgetäuschten Sorglosigkeit der Anakreontik und der Idylle wurde in der Lyrik immer mehr das subjektive Erlebnis reflektiert; der Einsatz des Persönlichen wurde Ausgagspunkt für die Dichtung des Sturm und Drang.
Die Prosa der Aufklärung, bis dahin quantitativ ziemlich mager und qualitativ nicht eben hochstehend, erreichte ihren Höhepunkt im Schaffen Wielands, der die Thematik des Romans vertiefte und weiter ausbaute. Der moralische Familienroman entwickelte sich weiter und übernahm neue Impulse aus der realistischen und satirischen englischen Prosa.
Stücke deutscher Dramatiker beherrschten die deutsche Bühne, das Theater wurde die wirksamste Einrichtung zur Emanzipation der bürgerlichen Lebensanschauung.
Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) vermittelte in seinem Werk grosse Ideale als Produkt subjektiven Erlebens, ohne den Dualismus Vernunft – Empfindung aufzuheben. Von der Lobpreisung Gottes ging er zum Loblied an das Vaterland über, seine religiösen Gefühle wurden von nationalen abgelöst, die für eine Zeit lang politisch gefärbt waren.
Bereits als Student verfasste Klopstock unter der Einwirkung von Miltons Paradise lost die ersten drei Gesänge seines religiösen Epos Messias. Sie lösten vor allem unter jungen Leuten eine grosse Begeisterung aus.
Den Schwerpunkt des Epos Messias bildet die Erlösung der Menschheit durch die Leiden und den Tod Christi. Den breiteren Rahmen bildet der erneut ausgebrochen Streit zwischen Himmel und Hölle der das ganze Universum umfasst. In den 20 Gesängen wird der Zeitraum von der Ankunft Jesu in Jerusalem bis zu seinem Tod (1-10), von der Auferstehung bis zur Himmelfahrt (11-20) gestaltet.
In seiner Lyrik, besonders in Oden, knüpfte zwar an einige Traditionen an (griechische Ode, pietistische Lyrik), behauptete aber, der Dichter dürfte sich nicht durch die Normen und Regeln einschränken lassen. Seine Liebesgedichte besingen die Liebe als ein den Menschen veredelndes Gefühl, ohne galante Tändelei. Die sog. Fanny-Oden sind ein melancholischer Ausdruck unerfüllter Sehnsucht, während die späteren Cidli-Oden die Liebe und die Freude am Leben und an der Schönheit der Welt verherrlichen.
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
Friedrich Nicolai (1733-1811) – Buchhandlär, Kritiker, Schriftsteller, vor allem Herausgeber grosser und verbreiteter kritischer Zeitschriften der Aufklärung.
Für seine erste Zeitschrift Bibliothek der schönen Wissenschaften und freien Künste (1757/59) gewann Nicolai Moses Mendelssohn und Lessing. 1759 gründete er unter Mitarbeit von Lessing und Mendelssohn die Zeitschrift Briefe, die neueste Literatur betreffend. Mit dem 24. Band (1765) beendete Nicolai die Herausgabe dieser Zeitschrift und gründete eine neue Revue grossen Stils – Allgemeine Deutsche Bibliothek (1765-1806).
Christoph Martin Wieland (1733-1813) – Dichter, mit ihm beginnt der moderne deutsche Entwicklungs- oder Bildungsroman.
Seine Komischen Erzählungen (1765) sind von Lukian inspiriert und durch Spannung zwischen Sinnlichkeit und deren elegantem Verschleiern geprägt.
Den Höhepunkt des Rokoko und zugleich seine Überwindung bedeutet das Versepos Oberon (1780).
Der Ritter Hüon wird von Karl dem Grossen mit Aufgaben beauftragt, deren Erfüllung nicht in menschlichen Kräften steht. Dieses mit abenteurlichen Wanderungen des Ritters verbunden Grundmotiv stammt aus dem französischen Ritterroman. Dass dem Ritter die Erfüllung aller Aufträge gelingt, hat er dem Elfenkönig Oberon zu verdanken, dessen Zwist mit Titania Wieland von Shakespeare entliehen hatte.
Der deutsche Roman befand sich in einer tristen Lage. Gellerts Leben der schwedischen Gräfin von G… mit seinen moralischen Aspekten und abenteuerlichen Episoden war noch nicht überboten. In Wielands Agathon geht es zum ersten Mal um einen Entwicklungsweg, der sich nicht auf die Förderung von Moral und Tugend, sondern auf die Entwicklung eines aktiven vielseitig ausgebildeten Individuums konzentriert.
Die Handlung spielt in antiken Statstaaten Griechenlands und des Orients im 4. vorchristlichen Jh.. Der Held entwickelt sich von der Suche nach individuellem Glück zur Erkenntnis, dass Glück mit der Tätigkeit für ein freies Gedeihen der Gesellschaft verbunden ist. doch alle Formen der Machtstrukturen enttäuschen ihn. Wielands Ideal ist utopisch – eine freie Republik, in der jeder zugunsten aller arbeitet.
Weitere Werke: Der goldene Spiegel oder Die Könige von Scheschiean (1772)
Geschichte der Abderiten (1781) – satirisch-humoristischer Roman
22 Übersetzungen von Shakespeare (1762-1766)
Sophie von Laroche (1731-1807) – die Romanschriftstellerin (Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1766/71)
Karl August Musäus (1735-1787) – Roman Grandison der Zweite
Johann Timotheus Hermes (1738-1821) – Roman Sophiens Reise von Memel nach Sachsen
G. E. Lessing (1729-1781)
Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz in der Oberlausitz geboren. Er entstammte wie so viele andere deutsche Schriftsteller des 18. Jahrhunderts einem evangelischen Pfarrhaus; der Vater Johann Gottfried Lessing war Pastor primarius an der Hauptkirche in Kamenz und Verfasser theologischer Werke, die Mutter Justine Salome, geb. Feller, die Tochter des Amtsvorgängers ihres Mannes. Gotthold Ephraim war das zweite von insgesamt zwölf Kindern. Von 1737 bis 1741 besuchte er die Lateinschule in Kamenz, anschließend bis 1746 die Fürstenschule St. Afra in Meißen. Im September 1746 nahm er das Theologiestudium an der Universität Leipzig auf. Schon bald aber beschäftigte er sich mit eher weltlichen Dingen, lernte Tanzen, Fechten, Reiten und begeisterte sich für das Theater. In der Zeitschrift Der Naturforscher und den von seinem Vetter Christlob Mylius herausgegebenen Ermunterungen zum Vergnügen des Gemüths erschienen erste Gedichte, Fabeln und Verserzählungen. Wegen eigener und fremder Schulden von Theaterleuten, für die er gebürgt hatte, mußte Lessing auf der Flucht vor den Gläubigern im Sommer 1748 Leipzig verlassen. Nach kurzem Zwischenaufenthalt in Wittenberg, wo er Medizin studieren wollte, erreichte er im November 1748 Berlin.
Lessing, zwanzig Jahre alt, entschloß sich, den Beruf des freien Schriftstellers zu ergreifen. Zusammen mit Mylius gab er die Zeitschrift Beiträge zur Historie und Aufnahme des Theaters heraus, daneben schrieb er Rezensionen, Gedichte, Theaterstücke (Die Juden, Der Freigeist), verfaßte Übersetzungen, ab 1751 arbeitete er für die Berlinischen privilegierten Staats- und Gelehrten Zeitung. Auf Drängen des Vaters, aber auch wegen einem unseligen Streit mit dem am Hofe Friedrichs II. weilenden Voltaire, dessen Siécle de Louis XIV Lessing in Form von Druckbögen seinen Bekannten zugänglich gemacht hatte, noch bevor es Voltaire dem König präsentieren konnte, reiste er Ende 1751 nach Wittenberg ab, um dort seine Studien abzuschließen. Im April 1752 wurde er zum Magister der Philosophie promoviert. Ab November 1752 war Lessing wieder in Berlin. Er beschäftigte sich mit Übersetzungen von Schriften Voltaires und Friedrichs II. und begann das ehrgeizige Projekt der (niemals vollendeten) Theatralischen Bibliothek, die in unregelmäßiger Reihenfolge eine kritische Geschichte des Theaters zu allen Zeiten und bei allen Völkern liefern sollte. Von 1753 bis 1755 erschien die sechsteilige Sammlung seiner Schriften, angeblich aufgrund einer Wette mit Moses Mendelssohn, den er wie Friedrich Nicolai 1754 kennengelernt hatte, entstand im Frühjahr 1755 Miß Sara Sampson. Trotz des literarischen Ruhms war Lessing nach wie vor auf der Suche nach einer gesicherten Anstellung. Im Oktober 1755 begab sich Lessing nach Leipzig. Von dem reichen Kaufmann Christian Gottfried Winkler bekam er das Angebot, als dessen Begleiter eine vierjährige Reise durch Europa zu unternehmen. Im Mai 1756 brachen sie in Leipzig auf, bereits im August wurden sie in Amsterdam vom Ausbruch des Siebenjährigen Krieges überrascht und mußten umkehren. Nach der Rückkehr in das mittlerweile von den Preußen besetzte Leipzig entwickelte sich bald die enge Freundschaft zum preußischen Major und Dichter Ewald von Kleist, die von den Leipzigern mißtrauisch beäugt wurde.
Im Mai 1758 kehrte Lessing nach Berlin zurück. Er schrieb die ersten Briefe, die neueste Literatur betreffend, 1759 erschien der Einakter Philotas. Einen überraschenden Einschnitt stellen die Jahre 1761 bis 1765 dar; Lessing übernahm eine Stelle als Gouvernements-Sekretär beim preußischen General Tauentzien in Breslau. Aller Geldsorgen enthoben, kultivierte Lessing ein bohčmehaftes Leben, gab sich seiner Spielleidenschaft hin, bereits 1763 allerdings schrieb er seinem Vater: »Ich habe mit diesen Nichtswürdigkeiten nun schon mehr als drei Jahre verloren. Es ist Zeit, daß ich wieder in mein Gleis komme.«
Im Mai 1765 kehrte er nach Berlin zurück und fand sich, nicht ohne Schwierigkeiten, wieder in seine literarische Arbeit ein. Erst 1766 erschien eine umfangreichere Schrift, die ästhetische Abhandlung Laokoon, die vor allem bei der jüngeren Generation von überwältigender Wirkung war; 1767 Minna von Barnhelm.
Laookon: kunstegeschichtliche, theoretische Ansichten. Lessing lehnte die These von der Poesie als redende Malerei und der Malerei als stumme Poesie ab. Lessing versuchte, eine Grenzlinie zwischen beiden Künsten zu führen und ihr Wesen und ihren Gegenstand festzulegen. Der Ausgangspunkt ist der Unterschied in der Gestaltung von Laokoons Sterben in Stein und Wort. Die Sage berichtet, dass Laokoon Trojaner vor dem hölzernen Pferd dr Griechen warnte. Daraufhin wurden er und seine zwei Söhne von zwie riesigen Schlangen getötet. Winckelmann schätzte an der berühmten Plasti der Spätantike (2. oder 1. Jh. v. Chr.) den edlen Ausdruck des Schmerzes. Im Gegensatz dazu liess Vergil im Aeneas Laokoon vor Scherz schrein. Lessing kam zum Schluss, dass die klassische Dichtung Schmerz und menschliche Reaktionen schilderte, während für die bildende Kunst das Moment des Schönen entscheidend war.
Nachdem sich Lessings Wunsch, Bibliothekar an der königlichen Bibliothek in Berlin zu werden, 1766 zerschlagen hatte, konzentrierte er sich ganz auf die Mitarbeit an dem in Hamburg geplanten Nationaltheater. Aus dem Theater eine Institution der nationalen Kultur zu machen, lautete die enthusiastische Vorgabe. Ostern 1769 war das Projekt finanziell und wegen Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem Dramaturgen Lessing und den beiden anderen Direktoren gescheitert. Als Nachruf schrieb Lessing in der Hamburgischen Dramaturgie:
Hamburgische Dramaturgie: Analyse des Standes des zeitgenössischen Dramas, Kritik französischer Vorbilder, Auseinadersetzung mit Aristoteles (Einheiten), Tragödie soll Mitleid hervorrufen = Katharsis. Held nicht absolut tugendhaft noch böse, Zuschauer sollen sich in ihm erkennen
Im September 1769 erhielt Lessing vom Braunschweiger Hof das Angebot, Bibliothekar an der berühmten herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel zu werden. Die ersten Jahre in Wolfenbüttel waren literarisch wenig fruchtbar. Lediglich Emilia Galotti erschien 1771, daneben veröffentlichte er von 1774 bis 1778 aus dem Nachlaß von Hermann Samuel Reimarus Fragmente eines Ungenannten, die ihn später mit dem Hamburger Hauptpastor Johann Melchior Goeze in heftige theologische Auseinandersetzungen verwickelte. 1775 bis 1776 reiste er über Leipzig und Dresden nach Wien, von dort aus begleitete er den Prinzen Leopold von Braunschweig nach Italien; die Reise, die nach Mailand, Venedig, Florenz, Korsika, Genua, Turin, Rom und Neapel führte, schien auf den vom Prinzen abhängigen Lessing wenig Eindruck gemacht zu haben. nach seiner Rückkehr heiratete er die mit ihm bereits seit 1771 verlobte Hamburger Kaufmannswitwe Eva König. Privates Glück war ihm allerdings nicht beschieden; im Dezember 1777 starb kurz nach der Geburt ihr Sohn, zwei Wochen später die Mutter. »Ich wollte es auch einmal so gut haben, wie andere Menschen«, schrieb Lessing verbittert. »Aber es ist mir schlecht bekommen.«
Den Vorschlag, an das in Mannheim geplante Nationaltheater zu kommen, lehnte er angesichts der negativen Erfahrungen in Hamburg ab. In Wolfenbüttel befaßte er sich in seinen letzten Jahren mehr und mehr mit theologischen Fragen; 1778, vollständig erst 1780, erschien Die Erziehung des Menschengeschlechts, daneben entstanden die gegen den orthodoxen Hamburger Hauptpastor gerichteten Anti-Goeze-Schriften, die das Recht der Vernunft verteidigten, auch die Religion ihrer prüfenden Kritik zu unterziehen. Als Fortsetzung dieser Auseinandersetzung entstand 1778 das »dramatische Gedicht« Nathan der Weise. Spätestens 1780 hatte sich Lessings Gesundheit rapide verschlechtert, er klagte über Konzentrationsmangel, Abnahme der Sehkraft, Melancholie, krankhafte Müdigkeit; am 15. Februar 1781 starb er bei einem Besuch in Braunschweig im Alter von 52 Jahren.
Nathan der Weise
Nathan, ein reicher Jude, ist gerade von einer Geschäftsreise in seine Heimatstadt, das Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge, zurückgekehrt. Er erfährt, daß seine Tochter Recha von einem Tempelherrn vor dem Feuertod gerettet worden ist. Dieser Tempelherr, Angehöriger eines christlichen Ordens, verdankt selbst sein Leben der unerwarteten Begnadigung durch den Sultan Saladin, der beim Anblick des jungen Mannes dessen Ähnlichkeit mit seinem verstorbenen Bruder Assad bemerkte. Nathan bewegt den Tempelherrn dazu, seiner Tochter Recha einen Besuch abzustatten und ihren Dank entgegenzunehmen. Sultan Saladin, der die Freigiebigkeit und die Klugheit des Juden Nathan auf die Probe stellen will, fragt Nathan nach der »wahren Religion«. Nathan antwortet ihm mit der Ringparabel: Ein König hatte einen Ring, der die Eigenschaft besaß, seinen Träger »vor Gott und Menschen angenehm zu machen«. Um seine drei Söhne gleichermaßen beerben zu können, läßt der König zwei Duplikate des Rings anfertigen und übergibt vor seinem Tod jedem Sohn einen Ring. Als unter ihnen ein Streit über den echten Ring entsteht, schlichtet ein kluger Richter den Streit, indem er jeden der drei auffordert, »die Kraft des Steins in seinem Ring' an Tag zu legen«, also durch praktische Humanität und mitmenschliches Verhalten die dem Ring zugeschriebene Wirkung zu verwirklichen. Der tief beeindruckte Sultan trägt dem Juden seine Freundschaft an. Der Tempelherr verliebt sich unterdessen heftig in Nathans Tochter Recha und begehrt sie zur Frau, doch Nathan, der einen nahen Verwandten in ihm vermutet, verweigert ihm dies. Als der Tempelherr erfährt, daß Recha gar nicht die Tochter Nathans, sondern ein christlich getauftes Waisenkind ist, wendet er sich an den Patriarchen von Jerusalem. Der will Nathan mit einer Intrige zu Fall bringen, schickt jedoch zu diesem Zweck just den frommen, einfältigen Klosterbruder, der vor achtzehn Jahren die elternlose Recha dem Nathan anvertraut hat. Dank der Hinweise des Klosterbruders erkennt Nathan im Tempelherrn Rechas Bruder; Sultan Saladin stellt fest, daß der Tempelherr der Sohn seines Bruders Assad ist. Nathan, der nicht zur Familie gehört, wird von Recha und dem Tempelherrn als Vater im Sinne einer Seelenverwandtschaft anerkannt.
Minna von Barnhelm
Nach Ende des siebenjährigen Krieges logiert der preußische Major Tellheim, ohne finanzielle Mittel und gekränkt durch die ehrenrührigen Umstände seiner Entlassung, mit seinem Diener in einem Berliner Gasthof. Als das Edelfräulein Minna von Barnhelm eintrifft und der Wirt ihm deshalb ein schlechteres Zimmer zuweisen will, beschließt Tellheim abzureisen. Er will durch seinen Diener seinen Verlobungsring beim Wirt versetzen lassen, doch Minna erkennt den Ring als den ihren wieder. Sie stellt Tellheim zur Rede, ob er sie noch liebe. Aus gekränktem Ehrgefühl glaubt Tellheim ihrer nicht mehr Wert zu sein.
Der Bruch scheint unvermeidlich, aber Minna greift zu einer List: Sie vertauscht ihren eigenen Verlobungsring mit dem Tellheims, den sie vom Wirt erhalten hat, und gibt ihm mit gespielter Verbitterung diesen Ring zurück. Dazu behauptet sie, seinetwegen von ihrem Oheim enterbt worden zu sein. Nun ist es Ehrensache für Tellheim, die scheinbar so unglückliche Minna zu heiraten.
Überblick
Der junge Gelehrte, Die alte Jungfer, Der Misygon1749Der Freigeist1749Die Juden1755Miss Sara Sampson1759Fabeln und Abhandlungen über die Fabel1759-60Briefe, die neueste Literatur betreffend1767Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück1766Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie1767-69Hamburgische Dramaturgie1772Emilia Galotti1779Nathan der Weise1781Die Erziehung des Menschengeschlechts
Sturm und Drang, J. G. Herder
Philosophische und ästhetische Grundlagen des Sturm und Drang
Beginn der 2.Hälfte der 60er Jahre (vorbereitet durch Klopstock, Hamman), 70er Jahre Formulierung der Ideen, Programm (Herder, Goethe), 80er Jahre Ende
Name: Schauspiel Sturm und Drang von Maxmilian Klinger
Aufklärung – Änderungen in Wissenschaft, Literatur, Kust, nicht soziale
Sturm und Drang – Ideale der Freiheit, Gerechtigkeit
Einfluss: Rousseau
Kult der Natur – Kriterium des Charakters, der Moral
Empfindung – höher geschätzt als Vernunft (Gesetze der Vernunft schänken die Individualität ein)
Revolution – Durchbrechen der von Vernunft diktierten Odnung und Gesetze. Ideal wird nicht als Kulturmensch charakterisiet, sondern als natürlich empfindende und frei handelnde Mensch
Genie – freier Schöpfer, Ablehnung aller Regeln. Symbol – Prometheus
Lyrik:
Erlebnislyrik
Volkslieder (natürlich, nicht verdorben) – Vorbild: Ossian
Oden, Hymnen
Baladen
Das Individuelle, der Inhalt bestimmt die Form
Epik:
Erzählungen
Roman (oft in Briefen, autobiographisch, Subjektivismus, Leidenschaft, Natur, gesellschaftliche Kritik)
Drama:
Themen:
Probleme aus bürgerlichem Milieu
feudalabsolutistische Willkür
revolutionäre historische Etappen
Kampf für politische Freihet, für Freihet in Liebe, Freiheit des Geistes
Vorbilder
Shakespeare
hält nicht Einheiten ein
furchtbare Szenen
Tragik + Komik
in Prosa geschrieben
Ende: 80er Jahre – keine wirklichen sozialen Änderungen. Autoren von Revolte zu Aufklärung, Goethe, Schiller – Harmonie von Vernunft und Gefühl, Überwindung seiner Natur
Johann Gottfried Herder
Johann Gottfried Herder (1744-1803) formulierte die theoretische Grundlage des Sturm und Drang. Seine Gedanken und Impulse waren für die deutsche und europäische Kultur, Philosophie und Ästhetik von entscheidender Bedeutung.
Im Herbst 1770, als es zur ersten Kontaktaufnahme zwischen Herder und Goethe kam, hatte Herder bereits zwei Bücher herausgegeben. Sie stehen am
Vloženo: 24.04.2009
Velikost: 637,00 kB
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