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KNJ/FON - Fonetika a fonologie
Hodnocení materiálu:
Vyučující: Mgr. Sandra Innerwinkler
Zjednodušená ukázka:
Stáhnout celý tento materiálPhonetik und Phonologie
- Phoné (Griechisch): Stimme, Ton, Laut
- Phonetik und Phonologie beschäftigen sich mit der Lautgestalt
- Linguistik: Ferdinand de Saussure (Schweizer aus Genf)
20. Jh. - Genfner Schule – Linguistik
Erkenntnissen: Grundlage für die nächste linguistische Wissenschaft
Er definierte das sprachliche Zeichen.
DAS SPRACHLICHE ZEICHEN
- besteht aus der Verbindung eines Inhaltes mit einem Ausdruck
- Zeicheninhalt: eine Bedeutung mit deren Hilfe wir uns auf die außersprachliche Realität beziehen
- Zeichenausdruck: die materielle Gestalt (forma), mit der der Inhalt „zum Ausdruck“ gebracht wird
- Inhalt und Ausdruck sind untrennbar miteinander verbunden
- Zeichenausdruck (sifnifiant) und Zeicheninhalt (sifnifié) gehören zusammen wie die zwei Seiten
eines Blattes Papier
- das sprachliche Zeichen ist bilatelar (er hat 2 Seiten)
Eigenschaften des sprachlichen Zeichens
- bilateral
- muss Inhalt haben, wobei Inhalt sehr flexibel ist
- Bedeutung zu kodieren, verschlüsseln → Sprache ist die Verschlüsselung von Bedeutung
Funktionen des lautsprachlichen Ausdrucks
1) linguistisch-semantische Funktion
↓ ↓
↓Semantik: Bereich der Linguistik; beschäftigt sich mit Bedeutung
↓
Verschlüsselung von sprachlicher Bedeutung
2) indexikalische Funktion
- über die Person, die spricht: woher der Sprechende herkommt; den Sozialhintergrund; ob es Mann
oder Frau ist; das Alter usw.
- Besonderheiten der Sprache
3) expressive Funktion
- die Lautstärke, das Tempo, die Intonation
- der Zustand der Person → die Laune
4) regulative Funktion
- Übernahme der Sprechenrolle
PHONETIK
- die materielle Seite: das, was wir hören, schreiben
- die Perspektive aus der Ausdruckseite
- sie beschreibt die Entstehung, die Übertragung und die Wahrnehmung eines Lautes
PHONOLOGIE
- die Inhaltsseite
- beschäftigt sich mit der funktionellen Seite
- sie untersucht die Funktion und Eigenschaft von Sprachlauten als Elemente eines Sprachsystems
Ebenen der Sprachbeschreibung
- Funktion der Sprache: Kommunikation
- die mündliche Sprache ist ursprüngliche → Primär
- ontogenetisch: die individuelle Entwicklung
- phylogenetisch (phylo - Stamm): die Menschheitsgeschichte; die Entwicklung einzelnen Völker
- die gesprochene Sprache → Primär
- die geschriebene Sprache → Sekundär
im Deutschen gibt es 26 Buchstaben
- Wilhelm von Humboldt: „Die Sprache muss von endlichen Mitteln einen unendlichen Gebrauch
machen.“ → Prinzip der Sprache
- die Sprache ist hierarchisch strukturiertes Sprachsystem → kleinere Einheiten werden in
unterschiedlichen Kombinationen zu größeren Einheiten zusammengefügt → wir können Wörter mit
dem Gebrauch der Grammatik zu Satzteilen machen → weiter die Satzteile zu einem Satz machen.
- z.B.
Kleine Kinder gehen zur Schule. Satz
↓ ↓ ↓
Kleine Kinder gehen zur Schule Satzteile
↓ ↓
Klein+e Kind+er Lexeme
↓ ↓ ↓
↓ ↓ /k/ /i/ /n/ /d/ /e/ /r/ Phoneme
↓ ↓
Lexem Morphem
↓
grammatische Funktion → zeigt Plural
- mit ganz wenigen Sachen viele Sachen ausdrucken zu können → die Sprache ist ökonomisch
Die Ebenen:
Semantische Einheiten - haben Bedeutung
1. Syntaktische Ebene
2. Lexikalische Ebene
3. Morphologische Ebene
Asemantische Einheiten - haben keine Bedeutung
4. Phonologische Ebene
5. Phonetische Ebene
4) phonologische Ebene:
- die Einheiten heißen Phoneme; sie sind nicht Bedeutungstragend, aber sind
Bedeutungsunterscheidend
Beispiele:
/o/ /u/ groß Gruß → das Minimalpaar: dvě stejné jazykové jednotky až na jediný znak, který
Brot Brut způsobuje jiný význam u každé z nich
/a/ /u/ Hand Hund
z.B.: Hand → man tauscht einen Laut um → Hund, Hang, Hanf, Land, Hans, Wand, Band usw.
5) phonetische Ebene:
- die Einheiten heißen Phone; sie sind nicht bedeutungstragend und auch nicht
bedeutungsunterscheidend. Es ist die konkrete Realisierung der Laute beim Sprechen; in der
Realisierung erkennen wir den konkreten Laut im Kopf.
- der Sprachlaut ist eine abstrakte Einheit, er ist nicht die einmalige konkrete Realisierung im
Sprechvorgang (průběhu mluvení). Er entsprecht nicht den konkreten Vorgaben (normám), den einzelnen Buchstaben in der Orthographie.
- die phonetische Wiedergabe (reprodukce) ist in den [...] Klammern
- die phonologische Wiedergaben ist in den /.../ Klammern
- die orthographische Wiedergabe ist in den Klammern
Beispiele:
6 Buchstaben 7 Buchstaben → orthographische Wiedergabe
/ƒo▲te/ /ƒote/ → phonologische Wiedergabe (wir notieren nur Phoneme)
[ƒo▲tə] [ƒtə] → phonetische Wiedergabe; nicht nur die Kvantität, sondern auch die
↓ ↓ Kvalität
offenes langes o reduziertes e
Kommunikationsmodell
- Sender und Empfänger können sich wechseln (z.B. beim Dialog)
- das Modell ist sehr vereinfacht, in der Praxis ist es viel komplizierter
- Sender: Komunikator
r Empfänger
e Nachricht
r Code
r Kanal
- Sender kodiert die Information, der Empfänger muss sie dekodieren
- alles was materiell ist, ist phonetisch → Phonetik beschäftigt sich nur mit der materiellen Seite der
Sprache: die Luft, Schallwellen, der Gehörsinn usw.
Phonetik
1) artikulatorische Phonetik:
- beschreibt die biomechanischen Prozesse der Sprachproduktion
- Bereich des Sprechers
- mit der artikulatorischen Phonetik befasst sich die Logopädie
2) akustische Phonetik:
- behandelt die Struktur und die Übertragung des Schprachschalls
- Schallwellen
- z.B: Akustik im Theater, Stimmvergleiche
3) auditive Phonetik:
- beschäftigt sich mit der Aufnahme und Verarbeitung des Sprachschalls durch den Hörer
- in welchen Bereichen ist es wichtig? → in der Medizin (der Hörapparat)
Koartikulation:
- die Laute beeinflussen sich gegenseitig
- z.B. Kind x Kunde
Suprasegmentalia: Eigenschaften der Sprache
a) Akzent (Betonung)
b) Intonation
c) Rhythmus
- die kleinste Suprasegmentalia ist die Silbe
Laut und Schrift - die Beziehung
- die Laute kann man graphisch darstellen → es gibt verschiedene Schriften – unsere Lautschrift ist
Alphabetschrift
- ein Versuch die Laute graphisch darzustellen
- in der einzelnen Sprachen → die Aussprache zu einigen
z.B. dickflaggt
s Kontor Chor
s Campingr Tag
r Qualm → [k]
ernst → [s]Stufe: 5 Laute - 5 Buchstaben
still → [ƒ]schön: 3 Laute - 5 Buchstaben
- Buchstaben und Laute gehen nicht oft zusammen (neshodují)
- wir brauchen ein System, wo ein Laut ein Zeichen hat
- die Beziehung ist exklusiv (jedinečný) und reversibel (vratný)
für 1 Laut - 1 Zeichen; es gilt auch umgekehrt
IPA: International Phonetic Alphabet
- Transkriptionssystem
- engere Transkription: man transkribiert alle Laute
- weitere Transkription: man muss nicht alles notieren
- phonologische Transkription: die schreibt man in den /.../ Klammern
- Beispiele:
[niçt]/nixt//x/ - [x]
[nox]/noch/ - [ç]
Die artikulatorische Phonetik
Physiologische Grundlagen der Sprachlautproduktion
1. Initiation (Luft)in der Wirklichkeit sind diese Prozesse nicht getrennt →
2. Phonation (Stimme)sie laufen gleichzeitig ab und sind aufeinander abgestimmt
3. Artikulation (Lippen, Zunge ...)(uvedeny v soulad, slazené)
- Organe, die am Sprachen beteiligt sind: Zunge, Zähne, Lippen, Stimmbänder, Nase, Mund, Rachen,
Luftröhre (průdušnice) usw.
- diese Organe haben primäre Funktion:
Lunge - zur Atmung
Zähne, Zunge – zum Essen, Kauen
Nase - zur Atmung
- erst sekundär werden sie zum Sprechen benutzt
- der Mensch hat keine Organe direkt (primär) zum Sprechen
1) INITIATION:
- unter Initiation versteht man in phonetischer Hinsicht die Bildung eines zur Lauterzeugung
benötigten Luftstroms
- man braucht Luft, die strömt, zum Sprechen
- man spricht mit der ausatmenden Luft → Expiration
- die einatmende Luft → Inspiration
man kann auch mit inspiratorischer Luft sprechen - z.B. wenn jemand aufgeregt ist
- es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man atmen kann:
- Phonotionsatumung:
wenn man spricht → Sprechatmung (Stimmatmung)
- Ruheatmung:
Expiration, Inspiration - dauern ungefähr gleich lang (1:1,2); die Arbeit ist nur beim Einatmen,
Ausatmung ist passiv
- Einatmung - tiefere:
dann werden die Muskeln sehr stark in der Arbeit eingesetzt; die Muskeln entspannen sich viel
länger → damit die ganze Luft nicht auf einmal herauskommt ← beim Ausatmen
- Höreratmung:
wenn der Hörer zuhört, hat er die Ruheatmung → dann bekommt die Sprechatmung des Sprechers
(der Hörer beginnt so zu atmen, wie der Sprecher)
2) PHONATION:
- unter Phonation versteht man den Vorgang der kontrollierten Stimmtonerzeugung durch die
Stimmlippen (im Kehlkopf)
- der Kehlkopf: Larynx
er besteht aus Knochenteilen, Muskeln, Knorpeln (chrupavek)
- Stimmbänder (Stimmlippen):
viele Muskeln, sie können die Position ändern
- der Stimmton entsteht durch die Schwingung der Stimmbänder
- zwischen den Stimmbändern ist eine Öffnung: Stimmri
Vloženo: 23.06.2009
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