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Zjednodušená ukázka:
Stáhnout celý tento materiálDependenzsyntax (=Valenzsyntax)
Das Wort Grammatik ist nicht eindeutig. Es bezeichnet einmal die Gesamtheit der Formen einer Sprache, d.h. ihren grammatischen Bau. Eine andere Bedeutung des Wortes ist die theoretische und praktische Lehre von dem grammatischen Bau der Sprache und es gilt für sie, was im Grunde für alle wissenschaftlichen Theorien gilt: es gibt sie nicht „an sich“, sondern es werden – nach bestimmten Kriterien – versch. Grammatiken entworfen.
Diese Kriterien sind vor allem Widersprucheinheit, Vollständigkeit und Einfachheit. Es entspricht der Natur einer menschlichen Sprache, wenn sich die Grammatik sowohl mit der Ausdruckseite als auch mit der ihr korrespondierender Inhaltsseite beschäftigt und das komplizierte Zusammenspiel beider Ebenen untersucht. Bei der Klassifikation von Grammatiken unterscheidet man die deskriptiven und normativen Grammatiken.
Die ersten beschreiben den Sprachgebrauch, wie er in Wirklichkeit ist. Die letzteren wollen Vorschriften, Richtlinien und Empfehlungen dafür wiedergeben.
Eine weitere wichtige Unterscheidung ist diejenigen zw. Produktions- und Identifikationsgrammatiken. Wenn man nämlich die Sprache als eine Art Regelmechanismus ansieht, das Sätze bzw. Texte produziert, so kann dieser entweder vom Ausgangspunkt oder vom Endpunkt geschrieben werden. Man kann bei den kleinsten Einheiten beginnen und sukzessive (postupný) größere einbeziehen. Solche Grammatiken beschreiben die Wörter kombiniert, die Sätze gebildet und eventuell die Texte erzeugt werden. Diese Art der Grammatiken bezeichnet man als Produktionsgrammatik, Erzeugungsgrammatik als auch generative Grammatik. Freilich versteht man unter generativen Grammatiken die von CHOMSKY vorgeschlagene besondere Form der Grammatiken und seine Grammatik – Theorie überhaupt. Andere Grammatiken beginnen beim Satz bzw. beim Text, den sie analysieren und erklären, in dem sie sukzessive kleinere Einheiten einbeziehen. Man nennt diese Art der Grammatiken Identifikationsgrammatiken, Analysegrammatiken auch erklärende Grammatiken.
Der Unterschied zw. Produktionsgrammatik und Identifikationsgrammatik liegt in der Darstellungsart. Theoretisch lassen sich beide Grammatikdarstellungen in einander umsetzen. Des Weiteren können Grammatiken auch danach klassifiziert werden, wie die strukturelle Beziehung, d.h. die Konnexion der Elemente dargestellt ist. Die beiden wichtigsten konkurrierenden Prinzipien sind Konstituenz und Dependenz (závislost). Dabei ist das Prinzip der Konstituenz in der Grammatiken werden die Konnexionen mit Hilfe der Teil – Ganzes – Relation dargestellt.
S → NP + VP
S= (Verbal-) Satz
NP= Nominalphrase
VP= Verbalphrase
→das Konstrukt S besteht aus einer NP und einer VP.
Andere Regeln besagen, dass das Prädikat aus Verb und Objekten, die Nominalphrase aus Artikel, Adjektiv und Nomen besteht usw.
VP→ V + NP
NP→ Artikel+ Adjektiv + Nomen
Die Konnexion wird dabei jeweils im Hinterglied der Relation spezifiziert. Auf diese Art entstehen Regelfolgen (bei graphischer Darstellung Baumdiagramme). Sie enthalten zahlreiche Symbole von denen viele dasselbe bezeichnen. So bezeichnet S genau dasselbe wie NP + VP, nähmlich den Verbalsatz. Das Prinzip der Konstituenz besteht also in der fortgesetzten Schreibung sukzessiver Wiederschreibungskonstrukte.
S
NPVP
Art.AdjNV NP
VbAuxArt.Adj.N
VollverbHilfsverb
ATZ:
Der alte Mann hat den bösen Mund geschlagen.
Ge-
- en- grammatische Morpheme
Zu betrachten ist, dass der Begriff der Konstituenz nicht nur einseitig mit dem Begriff der Konstituente im Zusammenhang gebracht werden kann. Konstitunten als Teile von Konstrukten kommen auch in dependenziell organisierten Grammatiken vor. Wesentlich ist, dass konstituentelle Grammatiken vorrangig auf der Teil-Ganzes-Reaktion basieren.
Das Prinzip der Dependenz wurde v.a. von Lucien Tesniére an die moderne Grammatik eingeführt. Tesniére ging es ausschliesslich um die inneren Beziehungen der Einheiten, die dem linearen Satz zu Grunde liegen. Diese Beziehungen werden in einer Dependenzgrammatik als Abhängigkeiten beschrieben. Demnach wird der Satz als ein hierarchisch geordnetes Ganzes aufgefasst, das durch die Abhängigkeitsrelation determiniert ist. Die Satzstruktur liegt für Tesniére nicht in der eindimensionalen Ordnung der linearen Redekette, sondern sie ergibt sich aus den Relationen zw. den einzelnen Satzelementen. Diese Relationen nennt er Konexionen u. fasst sie als Abhängigkeitsrealtionen auf. Sie können durch ein Stemma (Pl. – ta) (=Abhängigkeitsstammbaum) verdeutlicht werden. Dabei entsprechen die Knoten der Stammbäume den Wörtern, seinen Aktanten (Ergänzung) – den Konnexionen.
Bsp. Hans isst Äpfel.
Diesel Satz besteht demnach aus 5 Elementen: Hans, isst, Äpfel, u. 2 Konexionen.
Isst
HansÄpfel
Jedes Thema enthält den Zentralknoten als einzigen Ausgagspunkt. Im Satz ist es immer das Verb. Die Fähigkeit des Verbs eine bestimmte Zahl von Aktanten zu sich zu nehmen, vergleicht Tesniére mit der Wirklichekit eines Satums u. bezeichnet sie als Valenz. Nach der Zahl der Aktanen unterscheidet er avalente, monovalente, divalente u. trivalente Verben. Unmittelbar dem Verb untergeordent jedoch nicht, durch seine Valenz gefordert sind die sog. Zirkumstanten (circostante) Umstände. Ihre Zahl ist im Gegensatz der aktanten – theoretisch unbegrenzt.
Die Konnexionen als grundlegende Beziehungen zw. den Elementen eines Satzes ordnen diese Hierarchie zu einer Struktur. Sie verbirgt sich in der linearen Erscheinungsform der Rede u. es ist die eigentliche Aufgabe der strukturellen Syntax sie herauszuarbeiten, so dass die mehrdimensionall strukturelle Ordnung sichtbar wird.
Neben der Konnexion bilden 2 andere Erscheinungen die Grundlagen der Tesniérs Syntax: die Translation (přenášení, přesouvání) und die Junktion (spojení, spojování).
Die Translation führt Tesniére ein, um Veränderungen der syntaktischen Kategorie von Wörtern in bestimmten Sätzen erklären zu können. Die Translative (t) sind Wörter, die die Funktion der Translation übernehmen. Sie bilden keinen eigenen Knoten im Stemma, sondern sie ermöglichen das Auftreten von anderen Wörtern oder Syntagmen (větná syntaktická dvojice) in verschiedenen syntaktischen Kategorien.
Bsp.le bleu de Prusse (das preußische Blau)
„le“ ist ein Translativ, das das Adjektiv „bleu“ in ein Substantiv verwandelt.
„de“ ist ein Translativ, das das Substantiv „Prusse“ in ein Adjektiv verwandelt.
Bsp.Die Frau von Peter
Frau
Das von „Frau“ abhängige Substantiv „Peter“ erfüllt syntaktisch die Rolle eines Adjektivs. Diese Rollenübernahme wird durch das Translativ „von“ ermöglicht.
Hier handelt sich um eine Translation ersten Grades.
Translationen zweiten Grades liegen in den Nebensätzen vor, wo das Verb in die syntaktische Rolle eines Substantivs transferiert wird. Als Translative dienen hier subordinierende Konjunktionen. Die Translation ist also ein Verfahren, das die Ursprungsfunktion der Hauptwortarten qualitativ verändert und erweitert.
Bei Tesniérs:
→ Verb I, Adjektiv A
Substantiv O, Adverb E
Dagegen stellt die Junktion eine Reihe quantitativer Erweiterung dar. Sie bezieht sich auf das Verhältnis der Nebenordnung von syntaktisch gleichwertigen Knoten und
wird durch Junktive geleistet (das Junktiv = koordinierende Konjunktion der traditionellen Grammatik). Die Junktive sind ebenso wie die Translative Leer-Wörter.
Die Junktive unterscheiden sich von den Translativen darin, dass die ersteren (=Junktiv) zwischen zwei Nuklei, die letzteren (= Translativ) innerhalb eines Nukleus (=Kern) stehen.
Als Nukleus wird ein Knoten mit semantischer Funktion bezeichnet. Mit dem Begriff des Nukleus ist die Möglichkeit vorgesehen, dass die Knoten eines Stemmas auch mit Wortgruppen belegt sein können.
Zusammenfassend:
Tesniér stellt keine neue geschlossene Grammatiktheorie auf, sondern er verfährt nach einer vorgegebenen, wenn auch nicht unreflektierten Theorie und stellt nach ihr einzelne Sätze dar.
Eine klare Trennung von Theorie und Metatheorie ist in seiner Darstellung noch nicht vollzogen. Er legt seinen Untersuchungen auch nicht eine einzige Sprache zugrunde, sondern er nimmt seine Beispiele aus einer großen Zahl von Sprachen. Dadurch gelingt ihm zwar der Nachweis, dass seine drei syntaktischen Relationen zu den sog. sprachlichen Universalien gehören und somit für eine Metatheorie der Syntax natürlicher Sprachen grundlegend sind. Diese Auffassung aber nach ihr die syntaktischen Kategorien als interlingual, konstant, primär und unabhängig gelten kann, mitunter tieferen Ansichten in die Strukturen einer Einzelsprache im Wege stehen.
Tesniérs Nachfolger haben inzwischen manche Schwächen seiner theoretischen Konzeption beseitigt. So hat der französische Germanist Jean Fourgnet die Leitgedanken Tesniér aufgegriffen und sie konsequent weitergeführt. In seinem Buch Prolegomena zu einer deutschen Grammatik gibt er die Begriffe Wort und Wortklasse auf, denn sie sind nach seiner Meinung die Quelle innerer Widersprüche.
Er arbeitet stattdessen mit dem Begriff spezifische Einheit. Darunter versteht er die für die Analyse der modernen europäischen Sprachen syntaktisch relevanten Einheiten. Tesniér beginnt – wohl unter dem Druck der Tradition – die Begriffe Wort und Wortart und ihre inhaltliche Definition ohne viel darauf einzugehen. Jean Forquet zeigt, dass der inhaltlichen Definition der Wortarten eine Verwechslung mit den Klassen spezifischen Einheiten zugrunde liegt. Z.B. ist der Numerus nicht nur am Substantiv ablesbar, sondern an der ganzen nominalen Eiheit.
Beispiel: die guten Männer
die guten Lehrer
Die nominale Einheit kann freilich auch nur durch ein alleinstehendes Substantiv repräsentiert werden.
Beispiel: Dieser Mann ist Lehrer.
Dies ist aber nur eine ihrer besonderen Erscheinungsformen. Für genaue Abgrenzung und Charakterisierung relevanter Einheiten schlägt Forquet folgenden Prinzipen vor:
Das Wort als syntaktisch nicht relevante Einheit soll systematisch aufgelöst werden. Die Teile des Wortes, die mit dem lexikalischen Kern nicht syntaktisch verbunden sind (z.B. Anzeige für Tempus, Numerus usw.) werden ihre funktionallen Stellen im grammatischen Baum (Struktur) zugewiesen.
Was vom Wort bleibt, wenn man die Anzeigen für grammatiche Kategorien abgetrennt hat, ist ein nächstes lexikalisches Element. Dieses kann einfach (ein (das) Monem) o. zusammengesetzt sein → Beispiel: lach-, ver-, lach-.
Die Zusammenfügung solcher Minimaleinheiten gehört besonderen Gesetzen und ist Gegenstand der Wortbildung oder richtigen Lexembildung. Diese Gesetze sind verschieden von denen, die das Zustandekommen einer syntaktischen Einheit regeln.
Forquet unterscheidet drei relevante Einheiten, deren keinen das Wort ist:
a) Die Minimaleinheit aus Signanz (r) und Signatum (s) (Monem bei Martinet, Morphem in der amerikanischen Linguistik). Auch der Deckteil (=Anzeige für grammatische Kategorien) besteht aus solchen Einheiten, die sich als Teile eines kleinen Paradigmas definieren lassen.
b) Die spezifische Einheit (im Dt.: verbale Einheit, nominale Einheit, adverbiale Einheit, qualitative Einheit, möglicherweise auch andere Typen von Einheiten). Die beiden Haupttypen – verbale Einheit und nominale Einheit – bestehen aus einem Deckteil. Die Zahl der Glieder kann gleich Null sein. Der Mindestbestand einer spezifischen Einheit ist demnach Deckteil + Kernteil. Wenn wir die Bestandteile der spezifischen Einheit in der Reihenfolge der Konexionen ordnen, bekommen wir immer dasselbe Bild.
Bsp.: Wenn es regnet, nehme ich einen Regenschirm.
D (wenn es regnet (ich (einen R.( nehm-))))
D (G3 (G2 (G1 K)))
D= Deckteil
K= Kernteil
G2= sog. Hauptsatz
Die Glieder einer spezifischen Einheit haben selbst den Status einer spezifischen Einheit und geben Anlass zu einer neuen Analyse.
Der verbale Satz ist eine verbale spezifische Einheit. Sie ist im Hinblick auf das Sprachform definiert als eine spezifische Einheit, die nicht Glied einer höheren grammatischen Einheit ist. Auf der anderen Seite hängt der Satz mit der Rede zusammen, d.h. mit der sprachlichen Reaktion auf eine Situation. Diese Reaktion besteht aus einer oder mehreren solcher Einheiten (Äußerungseinheit). Mit der Valenzproblematik hat sich v.a. der Leipiziger Germanist Gerhard Helbig befasst (G. Helbig, W. Schenkel: Wörterbuch zur Valenz- und Distribution deutscher Verben, Lepizig 1969). In seinem Valenzwörterbuch bespricht er den Valenzbegriff sehr ausführlich. Er versteht unter Valenz die Fähigkeit des Verbs bestimmte Leerstellen um sich herum durch obligatorische oder fakultative Mitglieder zu besetzen. Als solche Mitspieler fasst er Substantive in verschiedenen Kasus auf (einschliesslich dem Präpositionalkasus sowie Adverbien, Adjektive, Partizipien, Infinitive und Nebensätze.) Die Leerstellen sind im Stellenplan des Verbs verankert. Wenn das gleiche Verb der Zahl oder der Art nach verschiedene Mitspieler hat, handelt es sich um mehrere Varianten des Verbs.
Auch nach Ulrich Engel hat in seinen Arbeiten versucht, den Begriff Valenz zu präzisieren. Er fasst die Valenz in erster Linie als KONKOMITANZ (=begleiten) auf. Die konkomitanten Elemente kann man als einander bedingend auffassen. Die Bedingung ist dabei an sich prinzipiell nicht gerichtet, kann aber mittels einer Setzung gerichtet werden. Engel bezeichnet das durch diese Setzung hergestellte Element als Regens, das von diesem durch die Setzung für abhängig erklärte Element als Dependenz. Eine Dependenz kann immer nur ein Regens haben. Ein Regens dagegen kann mehrere Dependenzien haben.
Engel unterscheidet 4 Klassen von möglichen Elementen des Satzes:
Das Satzkonstruierende Verb (VERBALKOMPLEX)
Unmittelbar verbabhängige Elemente
Mittelbar verbahängige Elemente (Attribute verschie
Vloženo: 22.06.2009
Velikost: 122,00 kB
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