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Zjednodušená ukázka:
Stáhnout celý tento materiálDependenz- und Valenzgrammatik (Tesnière)
Fragmentarische Klausurvorbereitungen
von Stephan Hochhaus
zusammengestellt im Sommer 2004
1 Dependenzgrammatik
1.1 Einleitung
In der traditionellen (Schul-)Grammatik steht das Verhältnis zwischen Subjekt und Verb im Mit-
telpunkt der Aufmerksamkeit; alle anderen Satzglieder ordnen sich diesem unter. Die herausragende
Bedeutung von Subjekt und Verb wird jedoch nicht in jeder Grammatik als zentral angesehen. In der
Dependenz- bzw. Valenzgrammatik von Tesnière ist allein das Verb zentral für den Satzbauplan, alle
anderen Satzglieder hängen von ihm ab1.
Im Folgenden sollen die Besonderheiten der Dependenzgrammatik gegenüber anderen Ansätze vor-
gestellt werden. Tesnière teilt die Satzanalyse in zwei Gruppen, die der inneren Form des Satzes und
die der äußeren. Unter der inneren Form des Satzes versteht er die „klassische“ Syntax, also die struk-
turellen und semantischen Ordnungsprinzipien, die äußere Form bezeichnet die Morphologie, also die
lautliche Ausgestaltung des Satzes. Die äußere Form des Satzes nimmt innerhalb der Dependenz-
grammatik keine solche Sonderstellung ein, als dass sie grundlegend unterschiedlich von der lautlichen
Ausgestaltung in anderen Grammatiken ist, daher verzichte ich auf eine weitere Auseinandersetzung
mit ihr. Wesentlich für die Dependenzgrammatik sind sowohl die semantische als auch die strukturelle
Ordnung des Satzes.
1.2 Semantische Ordnung
1.2.1 Wortklassen und Dependenz
Wörter bilden das Inventar zur Ausgestaltung von Sätzen. Zunächst werden zwei Gruppenvon Wörtern
unterschieden:
• Leer-Wörter
• Voll-Wörter
Leer-Wörter werden unterschieden in Junktoren und Translatoren (siehe hierzu auch 1.3.2 und 1.3.3).
Sie dienen als grammatische Hilfseinheiten (Bsp: und, von, dass).
Voll-Wörter drücken eine Vorstellung aus, sie haben sowohl eine syntaktische als auch semantische
Funktion. Während jedoch in anderen Theorien zwischen fünf (Glinz) und zehn Wortarten (traditio-
nelle Grammatik) unterschieden werden, existieren bei Tesnière nur vier2 Wortarten:
Verben bezeichnen Prozesse konkret.
Substantive bezeichnen Substanzen konkret.
Adjektive (auch: Epitheton) bezeichnen Substanzen abstrakt.
Adverbien bezeichnen Prozesse abstrakt.
Die Frage, was genau ein Prozess und was eine Substanz ist, muss leider offen bleiben. Eine eindeutige,
kurze Definition von Wortarten liegt bislang nicht vor, dies gilt auch für die Dependenzgrammatik.
Sonderfälle stellen Anaphern, Indices und Satzwörter dar, sie sollen an dieser Stelle aber zunächst
nicht weiter beachtet werden.
1 Obwohl Tesnière weder der erste, noch der einzige Linguist ist, der von einer zentralen Stellung des Verbs im Satz
ausgeht, so handelt es sich bei seinem Ansatz wohl um populärsten Ansatz
2 Auf den ersten Blick scheint es problematisch, mit nur vier Wortklassen die Vielzahl aller möglichen grammatischen
Relationen darzustellen. Darauf gehe ich im Rahmen der Translation in 1.3.3 ein.
2
1 Dependenzgrammatik
Die Dependenzgrammatik kommt zu ihrem Namen, weil sie sich mit den Abhängigkeiten zwischen
Wörtern, speziell der des Verbs des Satzes mit anderen Satzgliedern, beschäftigt. Diese Abhängigkeiten
werden auch als Konnexion bezeichnet. Zur Veranschaulichung werden Dependenzen in einem Stemma
dargestellt, welches an die „Bäumchen“ der Phrasenstruktur erinnert.
(1) Der alte Mann
Das Beispiel aus (1) sieht im Stemma wie folgt aus:
Mann
der alte
Bei Mann handelt es sich um das Regens, der und alte werden jeweils als Dependens bezeichnet.
Die Notationsweise kann auch dahingehend verändert werden, dass nicht die tatsächlichen Wörter
als Knoten genommen werden, sondern Stellvertreter, wodurch ein virtuelles Stemma entsteht. Als
Symbole für die vier Voll-Wort Klassen wählt Tesnière Bezeichner aus der Kunstsprache Esperanto3:
I für Verben
O für Substantive
A für Adjektive/Epitheton
E für Adverbien
Zwischen den Wörtern eines Satzes gibt es festgelegte Abhängigkeitsbeziehungen, die sich im fol-
genden Diagramm zeigen:
I
O
A
E*
E*
Vom Verb hängen direkt Substantive und/oder Adverbien ab, vom Substantiv lediglich Adjektive,
vom Adjektiv Adverbien. Von Adverbien können nur Adverbien abhängen, die mögliche Rekursivität
wird durch den Zusatz * berücksichtigt.
1.2.2 Aktanten und Angaben
Tesnière vergleicht den Satz mit einem Drama. Ebenso wie ein Drama umfasst der Satz das Geschehen,
Akteure und Umstände. Hier zeigt sich, wieso das Verb der zentrale Knotenpunkt des Satzes ist, da
es das Geschehen bezeichnet. Die am Geschehen Beteiligten Akteure oder Dinge werden innerhalb der
Dependenzgrammatik als Aktanten (auch: actants) bezeichnet. Besonderes Kennzeichen der Aktanten
ist, dass sie immer Substantive bilden oder Äquivalente von Substantiven (z.B. Pronomina)4.
Ein Beispiel:
(2) Alfred gibt Karl das Buch.
In (2) sind ’Alfred’, ’Karl’ und ’das Buch’ die Aktanten. ’gibt’ regiert somit drei Aktanten, was sich
im Stemma anschaulich darstellen lässt: gibt
Alfred Karl Buch
das
3 Es handelt sich hierbei um die entsprechenden Endungen dieser Wortarten
4 Das ist aber nicht gleichzusetzen mit einer Nominalphrase (NP) der Phrasenstrukturgrammatik, denkbar wäre auch
eine Präpositionalphrase (PP) als Aktant.
3
1 Dependenzgrammatik
Die Umstände des Dramas sind nicht zwangsweise anzugeben, auch ohne sie ist der Satz in (2)
grammatisch. Lässt man jedoch einen Aktanten weg, so ist das Resultat ungrammatisch5:
(3) (a) *Gibt Karl das Buch.
(b) *Alfred gibt das Buch.
(c) *Alfred gibt Karl.
Die Umstände des Geschehens werden als Angaben bezeichnet (auch: circonstants). Sie bezeichnen
Umstände der Zeit, des Ortes, der Art und Weise usw. Angaben bilden immer Adverbien oder Äqui-
valente von Adverbien. Unklar bleibt, was alles ein „Äquivalent eines Adverbs sein kann“. Auch ein
Substantiv wie in „den ganzen Tag“ kann als Äquivalent für ein Adverb fungieren.
Erweitern wir den Satz aus (2) um zwei Angaben:
(4) Alfred gibt Karl das Buch morgen in der Uni.
Sowohl „mo
Vloženo: 22.06.2009
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