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Zjednodušená ukázka:
Stáhnout celý tento materiálrgen“ als auch „in der Uni“ spezifizieren das Geschehen (dass Alfred Karl das Buch
gibt) näher, und sie sind beide fakultativ. Der Satz wird nicht ungrammatisch, wenn eine der Angaben
weggelassen wird:
(5) (a) Alfred gibt Karl das Buch morgen.
(b) Alfred gibt Karl das Buch in der Uni.
(c) Alfred gibt Karl das Buch.
Im Stemma werden Aktanten mit einem ’E’6 gekennzeichnet:
gibt
Alfred
E
Karl
E
Buch
E
das
morgen in der Uni
1. Aktant ist üblicherweise das Subjekt
2. Aktant Akkusativ-Objekt
3. Aktant andere Objekte [Genitiv, Dativ]
Adverbiale Präpositionalgruppen werden nicht als Aktanten gesehen, was letztendlich zu einigen
Kontroversen innerhalb der Dependenzgrammatik geführt hat. Im Deutschen ist es nämlich nicht
haltbar, Präpositionalgruppen nicht als Aktanten aufzuführen, beispielsweise in dem Satz:
(6) Der Erzbischof residiert in Trier.
Die Präpositionalgruppe ’in Trier’ kann nicht weggelassen werden, ohne dass der Satz „merkwürdig“
klingt.
1.2.3 Valenz
Jedes Verb7, als zentrales Satzelement, hat die Fähigkeit, Leerstellen zu erzeugen, also Aktanten
einzufordern. So verlangt ’geben’ mindestens drei Partner: jemanden der etwas gibt, jemanden der es
bekommt und das (oder der) Gegebene. Man spricht hier von einem 3-wertigem Verb. Unterschieden
wird zwischen quantitativer und qualitativer Valenz.
5 Für jetzt stimmt das, generell lässt sich sagen, dass es auch Aktanten gibt, die weggelassen werden können ohne dass
der Satz ungrammatisch wird
6 ’E’ steht für Ergänzung, Synonym zu Aktant und der Gegenpart zu Angaben
7 Prinzipiell haben auch Substantive, Adjektive und Adverbien Valenz, an dieser Stelle ist jedoch nur die Verbvalenz
gemeint.
4
1 Dependenzgrammatik
Quantitative Valenz
Es gibt, Tesnière folgend, vier verschiedene Valenzklassen für Verben:
• Nullwertige oder avalente Verben, z.B.: schneien, regnen, hageln, donnern
• Einwertige oder monovalente Verben (intransitiv), z.B.: schlafen, husten, lachen, hungern
• Zweiwertige oder divalente Verben (transitiv), z.B.: schlagen, töten, lieben, helfen
• Dreiwertige oder trivalente Verben (transitiv), z.B.: geben, schenken, sagen, überlassen
Ein wesentliches Problem stellt die Unterscheidung von Aktanten und Angaben dar. Die drei Kri-
terien zur Abgrenzung von Tesnière lauten:
• semantisches Kriterium (Aktanten bilden die Mitspieler, Angaben die Umstände, siehe 1.2.2)
• formales Kriterium (Aktanten bilden Substantive, Angaben Adverbien, siehe 1.2.2)
• funktionales Kriterium (Zahl der Aktanten ist mit dem Verb festgelegt, siehe 1.2.3)
Im Deutschen ist das formale Kriterium nicht ganz zutreffend, Angaben können in Form einer NP
mit substantivistischem Kern, Aktanten auch anhand einer PP gefüllt werden.
Qualitative Valenz
Die qualitative Valenz ist bereits in 1.2.2 angesprochen worden. Folgende Korrelationen bilden die
Grundlage der Aktanten:
• 1. Aktant: der, welcher eine Tätigkeit ausführt
• 2. Aktant: der, welchem eine Tätigkeit/Handlung widerfährt
• 3. Aktant: der, zu dessen Nutzen oder Schaden etwas geschieht
In unserem Beispiel aus (2) ist „Alfred“ also der 1. Aktant, da er das Buch an jemand anderen gibt;
Alfred führt die Handlung aus. Alfreds Handlung nutzt „Karl“, der ja nun ein Buch hat, somit ist er
der 3. Aktant. Im übertragenen Sinne widerfährt dem “Buch„etwas (dass es gegeben wird), also füllt
es die Position des 2. Aktanten.
Wie sich am Beispiel des Buchs zeigt, ist die semantische Charakterisierung nicht einwandfrei,
denn Büchern widerfährt im Allgemeinen nichts. Tesnière äußert sich zu dieser Problematik nicht
sehr spezifisch, „das Buch“ bildet vielmehr ein „affiziertes Objekt“. Für Sprachen mit ausgebildetem
Kasussystem, wie es das Deutsche ist, stellt Tesnière fest:
1. Aktant 2. Aktant 3. Aktant
Nominativ Akkusativ Dativ
Die genaueren Einzelheiten der Kasuszuweisung werden bei Tesnière allerdings nicht weiter themati-
siert.
Tests zur Unterscheidung von Aktanten und Angaben
Das funktionale Kriterium zur Unterscheidung von Aktanten und Angaben besagt, dass die Verbbe-
deutung die Zahl der Aktanten festlegt, die Zahl der Angaben hingegen ist beliebig. Anhand von zwei
operationalen Verfahren lässt sich feststellen, ob ein Dependens obligatorisch oder fakultativ ist, bzw.
ob eine Angabe zu beliebigen Verben frei hinzugefügt werden kann.
Nicht alle Aktanten müssen im Satz vorkommen, bestimmte Valenzen können unter bestimmten
Voraussetzungen unbesetzt bleiben. Die Valenzpotenz muss nicht mit der Valenzrealisierung überein-
stimmen. So werden folgende Sätze gleichermassen als wohlgeformt akzeptiert:
(7) (a) Alfred singt.
(b) Alfred sing ein Lied.
5
1 Dependenzgrammatik
Es liegt also nahe, Aktanten in obligatorische und fakultative einzuteilen. Es bleibt dennoch das
Problem, wann ein Aktant weglassbar ist. Dies wird nicht allein vom Verb bestimmt, auch der Kontext
spielt eine Rolle. Es bietet sich eine Dreiteilung in ’obligatorisch – in spezifischen Kontexten fakultativ
– generell fakultativ’ an. Die Unterscheidungsproblematik existiert also nicht zwischen Aktanten und
Angaben sondern zwischen fakultativen Aktanten und Angaben. Um die Verwirrung komplett zu
machen gibt es auch Angaben, die obligatorisch sind, beispielsweise bei „wohnen“ oder „dauern“:
(8) Paul wohnt in Stuttgart.
(9) Die Sitzung dauert drei Stunden.
Eine Abgrenzung zwischen (fakultativen) Aktanten undAngaben ist also nur grob möglich, kontext-
abhängig bzw. verbabhängig können vermeintliche Aktanten sich als fakultativ erweisen, offensichtliche
Angaben können sich als Aktanten herausstellen. Die Verbbedeutung spielt eine zentrale Rolle bei der
Bestimmung der „Mitspieler“.
Die freie Hinzufügbarkeit von Angaben ist der zweite oben angesprochene Test. Theoretisch können
Angaben in beliebiger Form und Menge einem Satz hinzugefügt werden, ihre Anwesenheit ist vom Verb
nicht festgelegt. Dass dies nicht uneingeschränkt möglich ist, zeigen folgende Beispiele:
(10) (a) Paul arbeitet im Garten
(b) *Paul arbeitet in den Wald/nach
Vloženo: 22.06.2009
Velikost: 85,07 kB
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