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Literatura_2dil
NJII_275 - Abschlussprüfung - Magister
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Stáhnout celý tento materiált einzugrenzen, da viel Literaten im Laufe ihres Lebens eine innere Entwicklung durchgemacht haben (vom Naturalismus weg, hin zum Impressionismus und weiter zum Expressionismus). Folge: zeitliche Überlagerung und Unschärfe der Epoche. Aber der Impressionismus wird zeitlich ca. zwischen 1890 und 1910 eingeordnet. Es war die Blütezeit des weltweiten Imperialismus.
Er konzentriert sich auf die sprachliche Gestaltung nuancierter Wahrnehmungen und augenblickshafter Empfindungen Mit dem literarischen Impressionismus vollzog sich eine deutliche Abkehr und Ablehnung vom Naturalismus: Aufgegeben wurde vor allem der Versuch, ein möglichst vollständiges und objektives Bild der (äußeren) Wirklichkeit zu geben. Statt dessen steht im Zentrum die Betrachtung der Welt aus einem objektiven Blickwinkel heraus, der einmalige Augenblick wird mit detaillierter Genauigkeit und Eindringlichkeit wiedergegeben. Das Interesse richtet sich auf das Wiedergeben individueller, vorübergehender Eindrücke, detaillierte Sinneswahrnehmungen, Stimmungen und zufällige Begegnungen. Es existiert der Wunsch nach Entfaltungsmöglichkeiten.
Der Impressionismus will:1. den Naturalismus überwinden, 2. die Horizonte der Dichtung nach innen weiten, 3. tiefste Seelenregungen in ganzer Klarheit ans Licht ziehen (Richard Dehmel), 4. vom Umgangston der Epoche weg unter die Oberflächlichkeit eindringen.
Merkmale
Zu den bevorzugten Formen des literarischen Impressionismus gehörten vor allem Lyrik und kürzliche Prosatexte: Skizze, Novelle, Lyrik; später kamen aber auch längere Romane vor.
Die impressionistische Lyrik stand in engem Zusammenhang mit dem innerhalb der französischen Literatur ausgebildeten Symbolismus. Charakteristisch sind hier vor allem Verfahrensweisen der Synästhesie (Mitempfindung eines Sinnes bei Reizung eines anderen Sinnesorgans, z. B. Farbwahrnehmung bei einem akustischen Reiz), Oxymoron (witzige Verbindung widerstreitender Begriffe z. B. ,,alter Knabe") und der Lautmalerei um schwer Sagbares und bloß Erahntes in Symbolen auszudrücken.
Ebenfalls charakteristisch ist das Weglassen von Verben und die Häufung von Nomen und fein unterscheidenden Adjektiven, sowie die Bemühung um das treffende Wort und das Spannungsverhältnis zwischen einem scheinbar flüchtigen Aussprechen der Worte und einer Fülle an assoziativen Bezügen und Handlungsmomente zugunsten einer insbesondere durch erlebte Rede vermittelten Darstellung subjektiver Gedanken und dabei zu einem literarischen Gestaltungsprinzip, um den im Text ausgesprochenen Andeutungen ein stärkeres Gewicht und eine größere Bedeutungsvielfalt zu verleihen.
Die Schilderung persönlicher Eindrücke erfolgt in größtmöglicher Differenzierung in neuen sprachlichen Ausdrucksformen. Die impressionistischen Dichter verfeinerten und bereicherten die Lyrik durch neue künstlerischen Darstellungsmittel: Auflösen inhaltlicher Zusammenhänge (parataktischer Satzbau, freie Rhythmen); Meiden kompositorischer und konstruktiver Elemente (Handlungsabläufe werden nicht systematisch dargestellt; sie schalten das Gedankenhafte, die ethische Wertung aus und begnügen sich mit einem Aneinanderreihen von Bildern (Logische Folge: es existiert kein Drama im herkömmlichen Sinn, weil es eine innere Entwicklung durchmacht; Das Drama erlangt höchstens den Charakter des lyrischen Einakters).
Die Themen impressionistischer Literatur sind sehr unpolitisch. Bevorzugte Themen sind Liebe und Tod (Liliencron, Rilke, Hofmannsthal) und Kunst und Leben (Hofmannsthal, Mann)
Wichtige Vertreter des literarischen Impressionismus
In Frankreich: C. Baudelaire, Paul Verlaine, Maurice Barrés
In England: Joseph Conrad
In Rußland: Anton Tschechow
In Deutschland: Rainer Maria Rilke, Detlev von Liliencron, M. Dauthendey, R. Dehmel, Arno Holz, Hugo von Hofmannsthal und Heinrich Mann
Detlev von Liliencron (von Liebe und Tod handelnde Adjutantenritte, Kriegsnovellen)
Hugo von Hofmannsthal (Reitergeschichte und Erlebnis des Marschalls von Bassompierre mit symbolistischem Einschlag, Dramolette Der Tod des Tizian und Der Tor und der Tod, Komödie Der Schwierige mit Nachkriegszeit als Hintergrund)
Rainer Maria Rilke (von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, teilweise autobiographische Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge mit Selbstverwirklichungs-problemen und Daseinsängsten in der modernen Großstadt als Thema)
Arthur Schnitzler (Typisierung des Décandent in Anatol, »Höhepunkt der impressionistischen Episodendramatik« Der Reigen, Vermischung von Phantasie, Spiel und Wirklichkeit in Der grüne Kakadu)
Thomas Mann (Novellen Tonio Kröger, Darstellung Venedigs als Stätte des kulturellen Verfalls in Der Tod in Venedig)
Die Bedeutung des Impressionismus
Der Impressionismus verlor an Bedeutung, als seine Schranken erkannt wurden:
der impressionistische Mensch ist vollkommen abhängig von seinen Wahrnehmungen - Impressionen - der Natur, darf selbst nicht agieren, sondern ist zu einem re-Agieren verdammt; viele Intellektuellen des 19. Jahrhunderts erkannten dieses Problem und wandten sich dem Expressionismus zu.
Rainer Maria Rilke
1875-1926
Rainer Maria Rilke wurde im Jahre 1875 in Prag geboren. Seine Kindheit verlebte er sehr einsam, die Trennung seiner Eltern und der Besuch einer Militärschule, die er aus gesundheitlichen Gründen verlassen mußte, hinterließen traumatische Erinnerungen. Nachdem er in Linz eine Handelsakademie absolviert hatte, studierte er Philosophie, Kunst und Literatur in Prag, München und Berlin.
Sein Erstlingswerk war der Gedichteband "Leben und Lieder", den er 1894 veröffentlichte. Danach, in den letzen beiden Jahren des ausklingenden 19. Jahrhunderts unternahm er ausgedehnte Reisen nach Rußland. Tief beeindruckt war er vor allem von der Begegnung mit dem russischen Schriftsteller Leo Tolstoi während der zweiten Reise und auch die Weite und Schönheit des russischen Landes und das Wesen der Menschen, denen er dort begegnete, führte ihm zur Erkenntnis, daß Gott in allen Dingen gegenwärtig sei.
Diese Erfahrungen schlugen sich vor allem in seinem Werk "Vom lieben Gott und Andreas" aus dem Jahre 1900 nieder.
Erste Erfolge feierte der junge Dichter mit seiner im 1899 geschriebenen, aber erst 7 Jahre später veröffentlichten Prosadichtung "Die Weise von Liebe und Tod des Cornet Christoph Rilke". In den Jahren nach 1900 gewann der zunächst von den französischen Symolisten beeinflußte Dichtungsstil Rilkes immer mehr an poetischer Eigenständigkeit, was deutlich an den Werken "Das Buch der Bilder" (1902) und "Das Stunden-Buch" (1905) erkennbar ist.Von 1905 bis 1906 war Rilke der Sekretär des französischen Bildhauers Auguste Rodin, den er bereits 1902 in Paris kennenlernte. Von diesem übernahm Rilke die Auffassung, daß jegliches künstlerische Schaffen eine religiöse Handlung darstelle, was auch auf Rilkes Werke großen Einfluß hatte.
Vor dem ersten Weltkrieg hielt sich Rilke häufig in Paris auf, unternahm aber auch Reisen durch Europa und Nordafrika. Während dieser Zeit entstand das zweiteilige Werk "Neue Gedichte" (1907/1908). Während eines Aufenthalt in Rom begann Rilke mit der Abfassung seines autobiographischen Romans "Malte Laurids Brigge" (1910).
Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Rilke war ohne Zweifel einer der bedeutendsten und einflußreichsten modernen Dichter der deutschen Sprache. Neben zahllosen Gedichten veröffentlichte er auch einen einzigen Roman den autobigraphischen Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" aus dem Jahre 1910. Malte Laurids Brigge ist ein junger, sensibler, jedoch nur mäßig erfolgreicher Dichter, der in Paris lebt und wirkt, der Stadt, in der auch Rilke lange Zeit lebte. Die Aufzeichungen des Malte Laurids Brigge beschreibt hauptsächlich die Bedrängnis und das Reifen jenes jungen Künstlers in der Metropole an der Seine.
Jedoch hat dieser Roman keine "Handlung" im herkömmlichen Sinn, er besteht vielmehr, wie man schon aus dem Wort "Aufzeichnungen" im Titel entnehmen kann, hauptsächlich aus voneinander weitgehend unabhängigen Episoden und Gedankengängen aus dem Leben des jungen Maltes, am ehesten könnte man dies mit einer Art Tagebuch vergleichen.
Die Einträge handeln unter anderem auch von der Kinheit des Malte Laurids Brigge, er entstammt einer wohlhabenden dänischen Adelsfamilie, seine Mutter war die Tochter eines Grafen names Brahe, sein Vater der Sohn des einflußreichen Kammerherrns Brigge. Maltes Mutter starb als er noch ein Kind war, trotzdem findet die Mutter im Roman häufig Erwähnung. Der Vater starb Jahre später als alter Mann in einer Stadtwohnung.
Rilke widmet sich ausführlich Maltes Jugendzeit, besonders seinen Besuchen auf dem Landsitz seines Großvaters, des Grafen Brahe.
Trotz des Reichtums seiner Familie lebt Malte in Paris eher bescheiden in einer kleinen, ärmlichen Wohnung. Damit wären wir auch schon beim zweiten Schwerpunkt der Aufzeichungen: Das Leben des Dichters in der Millionenstadt Paris. Er beschreibt hier vor allem hauptsächlich düstere Szenen aus dem Leben der Großstadt, wie zum Beispiel einen blinden Markthändler, das ärmliche Leben seiner Nachbarn oder die Sterbenden in einem großen Hospital. Die Stadt Paris wirkt auf Malte – wie wahrscheinlich auch auf Rilke – als ein Ort des Schreckens in der er ein Fremder ist.
Der dritte Teil des Romans ist mehr oder weniger ein schriftlicher Beweis von Maltes Belesenheit, es werden bedeutender Persönlichkeiten der europäischen Geschiche wie Könige, Päpste oder Zaren beschrieben, ebenso Künstler wie Beethoven oder Henrik Ibsen. Weiters erzählt Malte noch kurze Geschichten aus Büchern, die er als Kind gelesen hat.
Der Grund, warum der Inhalt hier nur sehr oberflächlich beschrieben wurde ist, daß der Inhalt, oder besser gesagt die Handlung des Romans eher nebensächlich ist. Rilke versucht sogar noch durch seine Erzählweise zu verhindern, daß sich der Leser zu sehr auf die Handlung und deren Personen konzentriert, er deutet die Handlung nur grob an, im Grunde versucht Rilke vielmehr, dem Leser nacherlebbare menschliche Grunderfahrungen, Gemütszustände und Persönlichkeitsbilder näherzubringen.
Daher würde eine zu starke Konzentration auf die Handlung des Romans dem eigentlichen Inhalt nicht gerecht werden. Die im Roman beschriebene Großstadt Paris dient Rilke als Verkörperung des Schreckens und des Elends der damaligen Zeit, Malte ist ein Fremder in der Stadt, der alle Brücken hinter sich abgebrochen hat, weder Freunde noch Familie hat und auch finanziell alles andere als gut dasteht.
Die Überflutung des Neuankömmlings Malte mit Eindrücken und Sinnesreizungen der Großstadt ist etwas zuviel für den jungen dänischen Landadeligen, auch muß er ständig mit der Angst leben, zu den "Fortgeworfenen", wie er sie nennt, hinabzusinken und auf der Straße leben zu müssen. Man darf vermuten, daß Rilke Paris ähnlich empfunden haben muß. Die Kindheitserinnerungen dienen zunächst als positiver Kontrast zum Pariser Schrecken, die Erinnerung an eine heile Vergangenheit, an seine Eltern (vor allem seine Mutter) und an die Besuche auf den prächtigen Landsitzen seiner Großeltern.
Dies steht im krassen Gegensatz zur Armut und Kälte der Großstadt Paris. Auch beschreibt Rilke in Maltes Kindheitserinnerung die innige Beziehung zu einer Frau namens Abelone, die die jüngere Schwester von Maltes verstorbener Mutter war. Die Überbleibsel der Zuneigung, die er zu dieser Frau hegte helfen Malte ein wenig, mit der Anonymität und Kälte der Großstadt fertig zu werden.
Im dritten Teil distanziert sich Rilke scheinbar von der Person Maltes, er widmet sich, wie bereits erwähnt, Episoden aus der europäischen Geschichte als Symbol für Maltes und damit auch für Rilkes Belesenheit. Das Thema des Lesens ist das verbindende Element in diesem Romanteil, für Malte ist lesen eine genauso Bewußtseinserweiternde Erfahrung wie die Pariser Begegnungen oder die Erlebnisse seiner Kinheit.
Bemerkenswer an den Aufzeichungen ist, wie in allen Werken Rilkes, die Beschäftigung Rilkes mit dem Tod. Es wird der Tod vieler Menschen beschrieben, der von Maltes Mutter, Maltes Vater und Großvaters ebenso wie der mittelalterlicher Könige. Die Beschreibung der Erscheinungen des Geistes von einer Vorfahrin Maltes während eines Besuch des Kindes Maltes auf dem Landsitz seines Großvaters des Grafen belegt besonders klar Rilkes Ansicht, daß der Tod lediglich den Übergang vom Leben in einen höheren Zustand darstellt.
Das allerletzte Kapitel des Romans erzählt Malte die biblische Parabel vom verlorenen Sohn als "Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte", wobei er die biblische Geschicht so umdichtet, daß sie als einziger Teil des Romans zugleich zu keiner und in allen Zeitebenen angesiedelt ist. Die "Aufzeichungen des Malte Laurids Brigge" ist einer der bedeutendsten Romane der moderne, der sich vor allem durch seine poetisch Sprache auszeichnet, die es blendend versteht, den Leser nicht zu tief in die Handlung eintauchen zu lassen, sondern ihn förmlich dazu zwingt, zwischen den Zeilen zu lesen und ihn somit den tieferen Sinn von Rilkes Meisterwerk erkennen läßt.
Von 1910 bis 1912 lebte er auf Schloß Duino bei Triest, dort entstand der Gedichtband "Das Marien-Leben" (1913). Außerdem verfaßte er auf diesem Schloß auch die ersten zwei der "Duineser Elegien".
Die Tatsache, daß Rilke es sich leisten konnte, seine Zeit mit Reisen und in einem Schloß in Italien zu verbringen, zeigt daß er schon zu Lebzeiten nicht nur ein sehr talentierter, sondern auch ein sehr geschätzter Dichter war. Während des 1. Weltkrieges lebte Rilke hauptsächlich in München. 1919 übersiedelte er in die Schweiz und lebte dort – unterbrochen von kurzen Aufenthalten in Paris und Venedig – bis zu seinem Tod.
In der Abgeschiedenheit eines Schlößchens in der Schweiz vollendete er die "Duineser Elegien" und verfaßte innerhalb von nicht einmal 14 Tagen "Die Sonette an Orpheus" (1923). Die beiden Gedichtzyklen gelten als Rilkes poetische Meisterwerke.
In seinen Elegien beschreibt Rilke den Tod als Übergang vom Leben in einen Zustand einer nicht sichtbaren, absoluten inneren Wahrheit. Die Verschmelzung der äußeren Realität stellt für Rilke das höchste, aber unerreichbar Ideal der Einheit.
Die Beschäftigung mit Leben und Tod ist kennzeichnend für Rilkes Werke, in seinen Sonetten pries Rilke sie als "kosmische Erfahrungen". Der Tod, den er als Dichter in seinen Werken besondere Aufmerksamkeit schenkte, ereilte Rilke im Jahre 1926, wenige Tage nach seinem 51. Geburtstag.
Rilkes Briefe
Von Rilkes Briefen sind bis heute ungefähr 7000 veröffentlicht worden. Diese Zahl zeigt schon, daß sie mehr sind, als nur eine aufschlußreiche Quelle für Biographen. Tatsächlich kann man sie als eigenständigen Teilseines literarischen Werkes sehen, dem sie an Ausdruckskraft und Schönheit nicht nachstehen. Der Dichter gehtfeinfühlig auf seine Briefpartner ein, nutzt die Korrespondenzen aber auch zur Selbstreflexion.
Einige Briefwechsel wurden wegen ihres besonderen Wertes für die Öffentlichkeit schon bald nach seinem Tod gesammelt und veröffentlicht. So Rilkes Äußerungen über Cézanne, seine "Briefe an eine junge Frau" und die zehn „Briefe an einen Jungen Dichter“. „Der junge Dichter" war der schreibende Offizier Franz Xaver Kappus, der vor der Wahl zwischen Künstler- und Soldatendasein stehend, Rat bei dem Dichter suchte.
1904Geschichten vom lieben Gott 1905 HYPERLINK http://gutenberg.aol.de//rilke/stundenb/stundenb.htm \* MERGEFORMAT Das Stundenbuch1906HYPERLINK "http://gutenberg.aol.de//rilke/erzaehl/cornet.htm"Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke 1907Neue Gedichte II 1909Requiem 1909Die frühen Gedichte 1910Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge1913Das Marienleben 1920Die weiße Fürstin 1923Duineser Elegien 1923Sonette an OrpheusExpressionismus
Der Expressionismus ist die bislang letzte literarische Richtung in Deutschland, die eine Vielzahl von Autoren mit großem Engagement für ihr Programm verpflichten konnte. Gestützt wurde dieser Aufschwung durch die einzigartige Symbiose der Literatur mit gleich-gesinnten Vertretern anderer Künste. Weltweite Geltung erlangten vor allem Maler und Grafiker, deren berühmteste Gruppierungen die Dresdner "Brücke" (1905) und der Münchner "Blaue Reiter" (1911) wurden. Nicht wenige waren in verschiedenen Künsten gleichzeitig tätig. E. barlach als Bildhauer, Grafiker und Dichter; O. Kokoschka und E. Weiss als Maler und Dichter, um nur drei herausragende Beispiele zu nennen. Die Gesellung in zahlreichen Gruppen ist auch für die Schriftsteller kennzeichnend, von denen viele in ihrem radikalen Gegensatz zur offiziellen bürgerlichen Kultur in einer Vereinzelung kaum hätten durchhalten können.
Im Vorfeld ist der 1904 von Otto zur linde und rudolf pannwitz gegr. Kreis um die Zeitschrift 'Charon' (zunächst bis 1914) zu sehen, der bereits in Opposition zum Klassizismus der Georgschen Ästhetik stand.
Der inneren Krise, die den Jahrhunderbeginn trotz aller offiziellen Fortschrittsgläubigkeit zutiefst bestimmte und die in der Katastrophe des l. Weltkriegs aufs schlimmste bestätigt wurde, traten die Expressionisten mit dem auch politisch gemeinten und verfochtenen Anspruch einer Erneuerung des Menschen entgegen. In der herkömmlichen Ästhetik sahen sie einen Zwang, von dem man sich ebenso zu befreien habe wie von den in die falsche Richtung treibenden gesellschaftlichen Kräften. Leidenschaft, Pathos, neuer Sinngebung des Lebens in Menschenwürde und Brüderlichkeit gewidmet, schlägt sich in "expressiven" Formen der Sprache und Tcetgestalt nieder: Worthäufungen, kühne Wortbildungen. Groteske Satzgestaltung, stammelnde Rede, ekstatischer Schrei, extreme Versfreiheit sind die äußeren Kennzeichen dieses neuen Gefühlkults, der sich im Dadaismus (dada -nach dadaist. Zeugnis - frz. Kinderwort für 'Holzpferdchen'), in der Ablehnung alles Großsprecherischen unter dem Eindruck des Kriegserlebens, zur Aufhebung natürlicher Sprachlogik noch steigert.
Vorort des Expressionismus wurde Berlin, wo zunächst der "Neue Club" mit eigenen Kabaretts ("Neopathet. Club" und "Gnu") hervortrat. Die insgesamt wichtigsten Gruppen wirken hier: 'Der Sturm' unter Herwarth Walden und 'Die Aktion' unter Franz Pfemfert. In Leipzig werden die für den Expressionismus wichtigen Verlage von Rowohlt und Wolff gegründet, bei denen Kurt Pinthus (Hg. der repräsentativen Lyrik-Anthologie „Menschheitsdämmcnmg“, 1920) und der junge Werfel Lektoren sind. In Leipzig entstehen auch 'Die weissen Blätter', die ab 1915 unter R. Schickele in der Schweiz erscheinen.
München tritt zunächst zurück, dafür unterstützt der große Sprachkritiker Karl Kraus in Wien die expressionistischen Anfänge, von denen er sich bald aber wieder distanziert. Prag ist ein weiteres Zentrum, das sich u.a. in den „Herderblättern“ von 1912 artikuliert. Heidelberg nimmt mit dem Meister-('Saturn'-) Verlag an der Bewegung teil. Innsbruck ist mit der wichtigen Zeitschrift 'Der Brenner' (ab 1915 'Brenner-Jahrbuch') vertreten. Schließlich formiert sich in Zürich im "Club Voltaire" (mit gleichnam. Publikation) der entschieden pazifistische Kreis der Dadaisten, dessen Kunstgrenzen sprengende Wirkungen international sind (u.a. noch bei Aragon und Cocteau). Begründer der deutschen Dada-Bewegung in Berlin war R. Huelsenbeck (1918). Pazifismus, Sozialismus und Kommunismus aber auch mystische Religiosität waren die Konsequenzen, die viele Expressionisten aus dem Erleben des l. Weltkrieges zogen.
Merkmale
Hang zur Übertreibung, Drang zu revolutionärer Veränderung der Kunst
»neues Pathos« und »neuer Mensch«, Aktivismus, Intensität, mitunter Steigerung zum ekstatischen Schrei und Umkippen zum Dadaismus
inhaltlich aufgrund weltanschaulicher Gegensätze keine Einigung
Visionär, utopisch, viel Intensität, der Schrei in der Kunst ("OH MENSCH!!!")
Die Dichter sollen nicht exakt die Wirklichkeit oder nur Eindrücke von der Welt wiedergeben, sondern sie kreieren aus ihrer inneren Vision heraus eine Welt; sie drücken ihre eigenen Empfindungen aus. Das Wort drückt die Seele der Dichter aus, und die Dichter sind Seher, Visonäre.
Alles in der Kunst ist abstrahiert, d.h., die exakten Details zeigte man nicht, sondern nur das Wesentliche.
Die Dichter wollten die Menschen provizieren.
Die Sprache ist eine exakte Wiedergabe der Seele der Dichter, deswegen ist sie manchmal den Lesern unklar. Man reduziert den Satz aufs Notwendigste, und es gibt immer eine aktive, nicht eine passive Sprache, wie z.B. viele Verben. Man kreiert neue Wörter.
Imperialismus und erster Weltkrieg (1914-18), Versailler Friedensvertrag,
Weimarer Republik, Inflation, u.a. durch Reparationszahlungen
Maler des Expressionismus (2 Hauptgruppen):
Die Brücke (Dresden - circa 1905 - 1913):
Ernst Ludwig HYPERLINK "http://www.poster.de/kirchner.htm" Kirchner (1880-1938)
Karl HYPERLINK "http://www.poster.de/schmidtrottluff.htm" Schmidt-Rottluff (1884-1976)
Erich HYPERLINK "http://www.poster.de/heckel.htm" Heckel (1883-1970)
Lyonel HYPERLINK "http://www.poster.de/feining.htm" Feininger (1871-1956)
Der Blaue Reiter (München - circa 1909-1919):
Franz HYPERLINK "http://sunsite.unc.edu/wm/paint/auth/marc/" Marc (1880-1916)
Vassily HYPERLINK "http://sunsite.unc.edu/wm/paint/auth/kandinsky/" Kandinsky (1866-1944); also HYPERLINK "http://www.poster.de/kandinsk.htm" Vassily
August HYPERLINK "http://www.poster.de/macke.htm" Macke (1887-1914)
Alexei HYPERLINK "http://www.poster.de/jawlensk.htm" Jawlensky (1864-1941)
Literatur des E
Vloženo: 24.04.2009
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